Archive for March, 2007

bizarre

Ja gut, vielleicht bin ich bescheuert. Aber keiner kann mir erzählen, dass er noch nie bei youtube nach Begriffen gesucht hat, die eigentlich nichts Sinnvolles zutage fördern können. Dabei ist diese Geschichte es wirklich wert, erzählt zu werden. Es war nämlich auch gar kein Wort, was man nicht publik machen sollte.

Ich sitze also eines abends nachts vor meinem Rechner und gebe bei youtube den Namen der Straße in Kreuzberg ein, in der ich momentan wohne. Ohne die Erwartung, halbwegs interessante Ergebnisse zu erhalten, schaue ich mir selbige an. Besser gesagt: das Ergebnis, es gibt nämlich lediglich ein Video zu meiner Anfrage. Der Titel lautet petit dej … und dann der Name der Straße. Dank meiner Französisch-Kenntnisse erkenne ich darin eine Abkürzung für petit déjeuner (Frühstück). Hmm, denke ich, schaue ich jetzt fremden Menschen beim Frühstücken zu oder gehe ich doch endlich ins Bett. Dann fällt mir jedoch das Synonym desjenigen auf, der das Video ins Netz gestellt hat. Und dieses Synonym kommt mir bekannt vor. Die email-Adresse meines Vermieters aus Paris beinhaltet eben jenes Kürzel. Und das wäre schon sehr verwunderlich, wenn jemand eben dieses (da sehr spezielle) Synonym ebenfalls verwenden würde. Und einige Sekunden später bestätigt sich mein Verdacht: da sitzt doch mein Pariser Vermieter in einer Wohnung in meiner Straße am Fenster und frühstückt. Außerdem gibt es noch zwei weitere Videos aus Berlin von ihm. Ich wusste zwar, dass er oft in Berlin ist und angesichts seiner Tätigkeit als Freelancer bei einer Werbeagentur in der Schweiz auch während meiner Zeit in Paris u.a. in Berlin gelebt hat. Dennoch ist das ein recht bemerkenswerter Zufall, der mir den netten kleinen Franzosen auf sehr sympathische Weise wieder in Erinnerung gerufen hat. Nebenbei ist es die perfekte Geschichte für ein blog. In diesem Sinne: À bientôt.

fertisch mit fan sein

Dass ich keine Zeit im Netz verbringe, kann ich zwar nicht behaupten, dennoch war wohl entweder die Muße oder der Anlass für einen Post einfach nicht vorhanden. Und auch jetzt sind es wieder nur Tipps, ein best of der letzten Tage im Netz, das ich mitteilen möchte.

  • Das ehrliche Bekenntnis der kleinen Angie zu ihrem “Fantum” von Tokio Hotel hat ja schon seit langem die Runde durchs Netz gemacht, mittlerweile hat sogar Harald Schmidt Wind davon bekommen. Und das obwohl er sich ja stets ein wenig solchen Pseudotrends verschließt. Bis es eben manchmal nicht mehr anders geht. So weit ist es schon gekommen in der wwWelt. An Angies Situation hat sich jedoch einiges geändert. Sie ist nämlich gar kein Tokio Hotel Fan mehr.
  • Und wenn ich schon gerade beim Thema Harald Schmidt bin: Die Sendung gestern (21.3.2007) war eine der größten seiner ARD-Zeit. Das anfängliche Geplänkel, das Abarbeiten des von seinen Gag-Scheibern verzapften Unsinns liess einen Schluss auf die spätere Hochform des Meisters und seines Gastes nicht zu. Mit anderen Worten: der Beginn war - wie leider oft in letzter Zeit - scheiße. Was dann allerdings kam, ließ einen schnell vergessen. Zu Gast war nämlich der scheidende Intendant des WDR Fritz Pleitgen, der zudem noch Geburtstag hatte. Und zusammen feierten sich dort zwei wirkliche Größen des deutschen Fernsehens. Dass darunter (fast) alle anderen Fernsehmacher zu leiden hatten, machte das Ganze nur noch amüsanter. Wer also die Möglichkeit hat, noch die Wiederholung zu sehen, sollte dies tun (z.B. Freitag, 23.3. 24h bzw. Sa., 24.3. 0h auf Bayern3).
  • Und dann noch etwas völlig Anderes. Wer schon immer das Schreiben mit zehn Fingern lernen wollte (so geht es mir jedenfalls), kann das jetzt online tun. Hier.

rundumblick

Heute nur Empfehlungen:

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parisien

Sonntag. Sonne. Kreuzberg. Fast ein bißchen Paris hier nebenan. Und dann kommt Montag. Wenigstens die Sonne ist geblieben.

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berliner frühling?

Zum ersten Mal die Jacke aufgemacht, ohne es zu bereuen. Nach Hause gekommen, die Heizung ausgestellt und die Fenster weit geöffnet. Den Rechner mit aufs Sofa und ans Fenster gesetzt. Mit einem anderen Wort: Frühling! Vielleicht war heute der Anfang, vielleicht auch nicht. In Berlin weiß man das 1.nie so genau und 2.dieses Jahr schon gar nicht. Rein gerechtigkeitstechnisch könnte es aber soweit sein. Denn da es ja schon keinen Winter gab, kann einem wenigstens das Warten auf den Frühling erspart bleiben.

Frühling ist deshalb cool, weil er halber Sommer ist und nirgendwo eine Stadt nicht nur in Ost und West, sondern auch noch in Sommer und Winter geteilt ist. Und Sommer in Berlin ist wirklich gut. Der Winter hier ist zwar nicht gänzlich schlecht, aber doch sehr sehr gewöhnungsbedürftig, da anders.

Aber gewöhnen muss man sich an viele Sachen. Zum Beispiel an die Menschen, die hier leben respektive Station machen. Wer zu arg daran gewöhnt ist, dem fällt das gesellschaftliche Schauspiel, was sich einem tagtäglich bietet, gar nicht mehr auf. Simples Einkaufen kann zum Erlebnis werden. Wenn vor einem in der Schlange französisch sprechende Punk-Touristen ihren Einkauf mit den vor dem Supermarkt erschnorrten 5-Cent-Stücken bezahlen und einfach nicht verstehen können/wollen, dass zu dem, was sie kaufen möchten, noch drei Euro fehlen und direkt danach ein robust turtelndes Klischeelesbenpärchen seine Besorgungen macht, dann könnte einem eine Außergewöhnlichkeit der Szenerie in den Sinn kommen. Es sei denn, man wohnt schon länger hier. Dann ist das normal.

der samstag gehört papa

What a day!

  • 13.45h Liverpool vs. Manchester United (premiere)
  • 15.30h Bundesliga (z.B. Leverkusen vs. Stuttgart, arena oder klassisch im Radio, z.B. inforadio)
  • 16.00h Arsenal vs. Reading (premiere)
  • 16.30h Handball Champions League: Rückspiel Barcelona vs. Flensburg-Handewitt (Eurosport)
  • 18.10h Sportschau
  • 18.15h Portsmouth vs. Chelsea (premiere)

Und was macht ihr so heute?

PS: Der Uringeruch in der Nähe der Spieler des FC Schalke 04 nimmt zu. Ha!