der nette herr aus esslingen

Mittlerweile kann ich es ja publik machen, da meine „Zielperson“ inzwischen Kenntnis von meinem Besuch in Frankfurt/Main hat. Ich bin also in Frankfurt. Obwohl man ja als Dorfkind tendenziell dazu neigt, unbekannte Großstädte – und dazu würde ich Frankfurt zählen – recht befremdlich zu finden, fühle ich mich in Frankfurt doch immer recht schnell wohl. Das liegt sicherlich daran, dass ich nicht das erste Mal hier bin und gute Freunde hier leben, aber eben auch an der ganz eigenen hessischen Ruhe, die einem jedes Mal wieder entgegengebracht wird.
Auf meiner Fahrt im ICE hierher hatte ich ein ganz interessantes Erlebnis. Anhand der Reservierungsanzeige über dem Sitz konnte ich sehen, dass der Platz neben mir von Braunschweig bis Stuttgart reserviert war. In Braunschweig stieg dann auch der zur Reservierung gehörende Herr zu und nachdem er die Steckdose gefunden hatte, startete er auch gleich seinen Rechner. Nur der wollte nicht. Nach zahlreichen stets durch ein Funkloch unterbrochenen Anrufen mit den „Computerexperten“ seiner „Firma“ gab ihm einer den entscheidenden Tipp. Er nahm die CD-ROM aus dem Laufwerk und alles funktionierte wie gewünscht. Windows!
Nun hatte er so ein Theater um seinen Rechner gemacht, dass ich nicht umhin kam, nachzusehen, was er denn da so Wichtiges zu erledigen hatte. Ein Blick genügte, um zu sehen, dass er bei der Esslinger Zeitung als Sportjournalismus im Ressort Fussball, also VfB Stuttgart tätig war. Und das Interview mit Horst Heldt (dem Manager des VfB), das er gerade abtippte gekoppelt mit seinem Einstieg in Braunschweig ließ auch unschwer erkennen, dass er vom gestrigen Pokalspiel des VfB in Wolfsburg kam. Da spätestens jetzt meine Neugierde geweckt war, begann ich ein Gespräch mit ihm. Sehr aufschlussreich, mal von einem Journalisten zu erfahren, wie man denn in diesen Kreisen über die aktuelle Situation in Stuttgart und der Bundesliga denkt. Und mit Verlaub, viel mehr als ich selbst konnte (oder wollte) der gute Mann auch nicht erzählen. Natürlich kennt er sich besser in der Szene aus, vor allem was die einzelnen Personen und deren Werdegang angeht, jedoch ist man anscheinend über seinen Eindruck, den man ja nur durch die Medien gewinnt, ganz gut informiert.
Jedenfalls kaufe ich mir morgen mal ein Exemplar der Esslinger Zeitung, mal schauen, was der gute Mann so schreibt. Und wie. Vielleicht ist ja doch Journalismus mein Ding.
Whatever, wenn man dem Fachmann aus dem Ländle Glauben schenken mag, wird der FC Schalke 04 wohl Deutscher Meister. Säggl!

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