Archive for June, 2007

hurricane

Da Ende letzter Woche eine Email von meinem Freund Andy mit dem Betreff “VIP Karten fürs Hurricane” in meinem Posteingang landete, könnt ihr euch denken, was wir an diesem Wochenende machen. Dass ich dort wohl eher nicht bloggen werde, muss ich nicht extra sagen, oder?

Rock’n'Roll!

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Bild via

about this city

Wenn einem selbst nichts einfällt, glänzt man mit Zitaten. Das möchte ich heute tun. Alle haben mehr oder weniger mit Berlin zu tun. Doch auch für Nicht-Hauptstädter lohnt sich das Weiterlesen, denn in allen steckt eine gute Portion Wahrheit.

Ich fange an mit einem Satz, den ich mal als Postkarte von Freunden geschenkt bekam:

Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!
Anneliese Bödecker

Frau Bödecker, über die man (zumindest im Netz) nicht all zu viel erfährt, hat es damit irgendwie schon vor langer Zeit auf den Punkt gebracht. Interessant für mich ist noch, dass ich besagte Postkarte zu einem Zeitpunkt bekam, als ich der einzige Berlin-Bewohner in meinem Freundeskreis war, mittlerweile wohnen die Menschen, die sie mir damals schenkten selbst alle hier. Oder trügt mich meine Erinnerung?
Das zweite Statement stammt aus der letzten Ausgabe der zitty. Auf der letzten Seite findet sich eine Beurteilung der Berliner Situation als auswärtiger Fußballliebhaber, die ich so unterschreiben würde:

Als zugezogener Fußballfan ist man grundsätzlich gewillt, dem Verein seiner Wahlheimat die Daumen zu drücken. Grundsätzlich, aber nicht bedingungslos. In Berlin macht einem seit Jahr und Tag der ortsansässige Bundesliga-Verein mit seinem Langweilerfußball dieses Ansinnen geradezu unmöglich. Und jetzt auch noch das: Nach einer selbst für Hertha-Verhältnisse deprimierenden Saison, für die man den per Volksabstimmung verordneten Zwangsabstieg im Regelwerk des DFB einführen sollte, muss mit Zecke Neuendorf der einzige Spieler den Verein verlassen, der das Wappen auf der Brust mit Freude getragen hat. Besonders bitter: Die Voraussetzungen für guten Fußball sind in Berlin alles andere als schlecht - die Jugendarbeit ist vorbildlich (die A- und B-Jugend schaffte es im letzten Jahr ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft), und wohin sowas führen kann, sieht man gerade beim VfB Stuttgart. Wie man so etwas in den Sand setzt, sieht man bei Hertha. Die Jugend flieht aus der Stadt und zieht, wie im Fall Ashkan Dejagah, selbst einen Wechsel zur grauesten Maus der Liga vor: zum VfL Wolfsburg. Ein Trauerspiel. Fortsetzung folgt - garantiert.
Falko Müller

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Zuletzt dann noch der Hinweis, dass sich auch die deutsche Ausgabe des VICE Mag mit der Stadt auseinandersetzt. Und zwar nicht nur mit vielen Geschichten oder Modestrecken oder sonst’was in den regulären Heften (kein Wunder, da hier wohl auch die Redaktion ist), sondern jetzt auch als VICE Guide. Hier ist der VICE Guide to Berlin als download.

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safari für alle

Ich hatte ja eigentlich schon jetzt mit der Vorstellung eines 12″ MacBook Pro mit Flash-Speicher gerechnet. Nun gibt es Safari für alle, auch für Windows. Ist PR-technisch sicher ‘ne gute Idee. Ich persönlich bin aber auch mit der Version 3.0 dieses Browsers immer noch nicht vollends zufrieden. Einige Dinge funktionieren immer noch nicht so wie man es sich wünscht. Wen es dennoch interessiert, hier kann man sich die Keynote ansehen.

hier am wochenende

Ein Wochenende wie man es nur in Berlin erleben kann. Wo sonst kann man den Freitag Abend in einer Strandbar an der Spree in der Hängematte beginnen? Wo sonst kann man sich Samstag Abend um 21h30 überlegen, dass man noch einkaufen müsste? Wo sonst kann man um 1h30 auf eine Party kommen, die zwei Straßen von daheim entfernt liegt und deren eigentliche Location im Keller nur durch eine Treppe in einem Schrank in der Ecke einer Kneipe zu erreichen ist? Wo sonst kann man Sonntag Abend in einem Schiff in der Spree baden und dabei Live-Jazz hören? Wo sonst geht man dann auf dem Weg zurück nach Hause noch Köfte beim Türken holen?

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was gesagt werden musste

Wie versprochen, gibt es diese Woche ein paar Posts mehr. Schließlich sind auch einige Sachen zusammen gekommen, die ich mal publik machen wollte:

  • 1.Ich bin schwul Haha, nee, hab’ drüber nachgedacht, nicht mein Ding.
  • Nikolaj ist endlich weg von blogspot, hat sich eine Domain und ein nettes Layout zugelegt. Sehenswert.
  • macht sich neuerdings nicht nur im Stillen Gedanken über das Gute und Schlechte dieser Welt, sondern jetzt auch öffentlich. Zwar kann man seinen wirren Gedankengängen nicht immer sofort folgen, aber mit Sprache weiß er jedenfalls umzugehen. Vorbeischauen lohnt sich immer.
  • Mein Bruder kocht wie ich für sein Leben gern, nur besser. Und um noch andere an den besten Rezepten teilhaben zu lassen, stellt er sie neuerdings online als blog zur Verfügung. Wer entsprechende Skills hat, sollte sich daran mal versuchen, schmeckt alles hervorragend.
  • Für den geneigten Berliner lohnt neben den bekannten blogs auch ein Blick auf das Fenster zum Hof, einige interessante Geschichten/Infos findet man dort
  • Dass Alter fürs Bloggen keine Rolle spielt, beweist Knut Hansen. Der 62-Jährige macht aus seiner Langeweile das beste. Richtig gut sind auf jeden Fall das Bild im Header (zumindest im Kontext mit dem Titel) und diese Anekdote.

männerabend

Was machen Männer am letzten freien Abend, bevor es für einen von ihnen für einen Monat – sagen wir mal nach Mexiko – geht? Gut, sie tauschen die Fotos von ihrem letzten Trip nach Schweden aus. Plausibel. Heutzutage geschieht das ja nicht mehr mittels der Übergabe von Negativen oder Bildabzügen in kleinen Tüten von Schlecker, nein, man schiebt einfach auf dem Computer Dateien hin und her.

Dass dabei ein Windows-PC manchmal nicht der beste Freund des Menschen ist, ist ja bekannt. Kein Grund zur Panik also, wenn beim ersten Starten die Maus nicht funktioniert. Könnte ja an der Maus liegen. Wenn auch umstecken und Mauswechsel nicht helfen, schiebt man die Schuld erstmal auf die USB-Anschlüsse. Wenn dann allerdings erst das Betriebssystem nicht mehr startet und später nicht einmal mehr die kleine LED-Lampe vorn am Gehäuse leuchtet, es dazu noch leicht verbrannt aus dem Inneren riecht, denkt man über Alternativlösungen nach.
Da die Koffer für den Mexiko-Trip des Computerbesitzers bereits weitestgehend gepackt sind, mutet die Idee hervorragend an, doch jetzt mal den Rechner auseinander zu nehmen. Schließlich ist man ja jetzt – nach dem Genuss einiger Bierchen – vor vorschnellem Handeln gefeit. Und man neigt ja erst recht nicht zum Übermut in solchen Situationen. Und Computer reparieren kann man sowieso im Schlaf, hat man ja schon tausend Mal gemacht. Freundlicherweise gesellt sich auch der Mitbewohner mit guten Ratschlägen und neuem Bier dazu.
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Netzteil ausbauen – sauber machen - wieder einbauen – alten Computer auseinander nehmen – dessen Netzteil begutachten – Idee verwerfen – Netzteil erneut ausbauen – noch mal saubermachen - …
Ich hatte zwar viel Spaß, aber irgendwann keine Lust mehr, mir das aussichtslose Unterfangen mit anzusehen. Ca. eine halbe Stunde nach dem Aufbruch beim „PC-Doktor Eilbek“ klingelt mein Handy. Hatte der Freak es doch tatsächlich geschafft, seinen Rechner wieder zum Laufen zu bringen. Sein eigener Kommentar dazu: Es gibt doch noch Wunder!
Allerdings.

An dieser Stelle dann mal Grüße nach Mexiko: Ich weiß, dass Du das liest!

männerurlaub

Wollte man unseren Schweden-Trip in einem Wort beschreiben, würde es das wohl am besten treffen. Ich denke, wir könnten uns an jedem Flecken der Erde treffen und würden doch stets das Gleiche tun. Es sei denn, dort wo wir uns treffen, ist das unter Strafe gestellt.
Eine Reise nach Schweden lohnt sich immer, ich habe es kein einziges Mal bereut, wenn ich dort gewesen bin. Alles ist so entspannt. Das Faszinierendste jedoch an diesem Land sind die vielen schönen Frauen ist, dass mir von Ankunft bis Abflug nicht ein Mensch begegnet ist, der unfreundlich oder nicht unglaublich hilfsbereit gewesen ist. Ganz zu schweigen davon, dass alle Englisch sprechen, von der Kassiererin im Supermarkt bis zu den Gamer-Nerds im Sony-Shop Stockholm: ALLE!

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Dazu dann ein Tag Stockholm, eine Stadt absolut am Puls der Zeit, wunderbar malerisch gelegen. Ich kenne keine andere europäische Großstadt, die so nett am Wasser liegt (jaja, viele Städte liegen am Wasser, aber eben nicht so). Wir haben zwar ob der knapp bemessenen Zeit nicht viel sehen können (und dann noch der innere Konflikt mit dem an diesem Tag stattfindenden Fußballspiel), aber einen Eindruck konnte man in jedem Fall gewinnen.

Weitere Highlights der Reise:

  • ein Konzert in einem Studentenclub, in dem wir als Mittzwanziger wohl die ältesten Menschen waren. Kein Wunder, wenn es kein Bier gibt (Hallo? Konzert! Studentenclub! Kein Bier? Ihr könnt Euch unsere Gesichter vorstellen, als man uns dies ernsthaft an der Bar mitteilte).
  • ein Ausflug auf die Driving Range Linköping, meine erste Golf-Erfahrung. Macht Spaß.
  • die erste Nacht in einem Club in Linköping. Nicht der Laden selbst war bemerkenswert, eher durchschnittlich, sondern die Hinfahrt. Da wir zu fünft waren, brauchten wir ein größeres Taxi. Das bestellten wir dann auch. Was kam? Eine Limousine! In Linköping gibt es wohl ein Großraumtaxi, das eben eine Limousine ist. Und auch das fährt regulär. Dass dieses Vergnügen uns zuteil wurde, kann ja gar kein Zufall sein. Wären wir nicht vorher schon arrogant gewesen, so sind wir es spätestens bei unserer Ankunft vor dem Club geworden.

Fotos gibt es auf meinem flickr-Account zu sehen (für die wirklich schönen Bilder müsstet Ihr allerdings meine Freunde werden:) bzw. auf meiner photo-Seite, wenn ich herausgefunden habe, warum sie momentan nicht funktioniert.