Archive for July, 2007

ich bin dann mal weg

blogsen.de macht Urlaub. Bis zum 01.08. Mindestens.
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Hab gehört, in Portugal soll es noch ein Bier geben, das besser schmeckt als Sagres.

vom strippen auf usedom

So einfach ist es, jemanden mit einer gelungenen Überschrift zum Lesen zu bringen. Vielleicht geht es gar nicht ums Ausziehen, vielleicht aber genau darum. Lest selbst:

Wenn 30° im Schatten sind, gibt es für Berliner kaum etwas Besseres als auf der Insel Usedom am Strand zu liegen. Nein! Stimmt so nicht ganz. Für mich gab es am letzten Wochenende nichts Besseres. Aber ich bin auch kein Berliner. Andere waren da genauso glücklich, als sie auf der Rückfahrt die erste große Platte vom letzten Stück Stadtautobahn aus Norden kommend erspähen konnten (wer mal aus Richtung Hamburg über die Prenzlauer Promenade/Allee in die Stadt ‘reingefahren ist, weiß, was ich meine). Zwar kündigt sich Berlin schon einige Kilometer früher deutlich durch den wohl am schlimmsten heruntergekommenen Straßenbelag, den eine deutsche Autobahn zu bieten hat, an. Doch erst bei diesem riesigen Gebäude ließen sich meine Berliner Mitfahrer zu der Aussage hinreißen: “Na, kiek ma, dit is doch vühl besser jetze, da fühl’ick mir doch gleisch viel wohla!”

Vasteh ick zwar nich, hamse aber so jesagt. Eine mögliche Erklärung der Freude über die Rückkehr ist das nicht so ganz harmonische Verhältnis zwischen der 14-köpfigen Gruppe Handballern (der auch ich angehörte) und den Dauercampern auf dem Campingplatz “Pommernland” in Zinnowitz auf Usedom. Ist aber auch schwierig, gemeinsame Interessen zu finden mit Mittfünfzigern, die ihren Wohnwagen dort stehen haben und den lieben langen Tag mit Vorliebe - meine Freunde würden sagen “mit wehender Banane” - den Strand respektive Campingplatz mit ihrer Anwesenheit beglücken. Frei nach dem Motto “FKK is everywhere!” Versteh’ mich keiner falsch. Ich habe wirklich nichts gegen nackte Körper, ganz im Gegenteil, aber es bestehen doch mittlerweile gehörige Unterschiede zwischen dem Lifestyle der Vorgänger-Generation Ost-Urlauber und der heutigen (mit der ich unterwegs war). So ist es wohl verständlich, dass die Campingplatzbetreiber sich lieber der alten und zahlreicher vertretenen Generation anschließen würden und uns - zumindest in dieser Konstellation - doch erstmal keine Dauerkarte für ihr Areal überreichen mochten. Das tat jedoch der Stimmung nicht wirklich Abbruch, man arrangiert sich.

Wenn die Reise neben dem sogenannten “Teambuilding” noch andere Effekte hatte, dann den, dass ich dank meines Aufenthalts auf der Nordseite der Insel inzwischen mir selbst die Bezeichnung Usedom-Kenner verleihen kann. Sollte also jemand vorhaben, dorthin zu fahren und keine Ahnung haben, kann er mich gerne fragen. Und das, obwohl ich meine Zeit dort größtenteils gar nicht nackt verbracht habe.

insel im osten in der ostsee

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Ob das ein Zufall ist? Irgendwie lande ich in letzter Zeit regelmäßig auf der Insel Usedom. Die Gründe sind mannigfaltig, aber immer doch einleuchtend. Jedenfalls bin ich wohl am Wochenende ohne Netz. Oder haben die inzwischen die Insel mit WLAN ausgestattet? Aber das Wetter wird ja gut, da braucht man auch kein Internet.

miss simpsons

Damn! Manchmal wünscht man sich doch, in den Staaten zu leben. Da kommt am Wochenende eine limited edition Simpsons VANS auf den Markt (insgesamt 1400 Stück), von der man überall lesen kann. Und zwei Wochen später dann noch der Film. Aber den kann man ja auch hier sehen.

Gut, dass ich dann im Urlaub bin.

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maria, das hätte ich nicht von dir gedacht (2)

Heute berichtete dann auch spreeblick über die Razzia, mit einem ganz interessanten Link zu einem Augenzeugen. Einem, der an diesem Abend leider feststellen musste, dass es eine Underground-Party in dieser Stadt gibt, von der wirklich nur Eingeweihte wissen: Der Polizeiball. Was man dort so über das Vorgehen der Grünen in der Maria liest, ist im Lichte meiner kürzlich erworbenen Polizeirechtskenntnisse doch mehr als fragwürdig. Pretty Underground eben.

pretty underground via

maria, das hätte ich nicht von dir gedacht

Samstag Nacht. Ca. 3h30. Berlin Friedrichshain. Auf dem Weg von einem Geburtstag im P’berg zurück nach Kreuzberg. Wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss man zwangsläufig an irgendeiner Stelle die Spree überqueren. Ich tue das meist über die (Schilling-)Brücke am Ostbahnhof. So auch letzte Nacht. Dort sah man zwar schon von weitem Blaulicht, aber in Berlin wundert man sich darüber eigentlich nicht mehr und macht sich erst recht keine weitergehenden Gedanken. Die Petermännchen haben sicherlich ihre Mission und dann sollen sie doch.

Diesmal waren es allerdings ziemlich viele Petermännchen und ziemlich viele von ihren Peterwagen. Anders gesagt: die gesamte Brücke stand voll, alles abgesperrt. Als Radfahrer konnte man zwar ungehindert passieren, wunderte sich aber schon. Was machen die denn da? Auf der Schillingbrücke gibt es ja sonst nichts zu sehen, auch nicht für die Grünen. Blieb also nur die Maria. Und der erste Gedanke: Razzia.

So war es dann auch. Von 2h bis 5h40 mit Drogenhunden durch den Club. Herrlich. An alle Drogenabhängigen: Die Maria sollte in nächster Zeit safe sein. Oder gerade nicht, wenn den Jungs mal wieder langweilig ist. Gut, das war nicht die erste Razzia in dieser Stadt und außer den Leuten in dem Club wird wohl kaum jemand Notiz davon genommen haben, aber eine Sache finde ich doch ganz amüsant. In der Pressemeldung der Polizei wird wie folgt formuliert: “Da die Beamten den Verdacht hatten, dass dort auch mit Rauschgift gehandelt wird, …”

Mann! Die handeln da mit Rauschgift! Also das hätte ich nun wirklich nicht gedacht. In Berlin. In einem Club. Rauschgift?

après hurricane

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Jajaja. Wird Zeit. Kann eben nicht jeder eine Woche seines Lebens dem Festival opfern und dann auch noch darüber schreiben. Ja, wenn man ehrlich ist, dauert das alles insgesamt eine Woche. Mit Planung, Einkaufen, Hinfahrt, die drei Tage dort sind aus meinem Gedächtnis verschwunden, das Festival an sich, Rückfahrt, wieder klar kommen etc.

Die Veranstaltung eines Festivals ist - wie so vieles im Leben - doch recht simpel. Man nehme eine große Fläche irgendwo möglichst weit weg von aller Zivilisation, dort errichte man eine Menge Zäune, Bühnen und Buden. Unvermeidlich karre man auch noch ein paar mobile Toiletten und andere Sanitäreinrichtungen dorthin, lade sich bekannte Musiker ein und verkaufe zu horrenden Preisen Karten an das fickfeierwillige Volk.

Das kommt dann, baut seine Zelte und - ganz wichtig - Pavillons auf, betrinkt sich maßlos mehrere Tage lang und schleppt sich mehrfach am Tag zu einer der Bühnen, um die Jungs und Mädels live zu hören/sehen, die dann kurze Zeit später per Generator angetriebener Anlage erneut vom Band die Umgebung des einmal als Zelt mitgebrachten großen Mülleimers beschallen, in denen es versucht, einen Sexpartner des anderen, wahlweise gleichen Geschlechts davon zu überzeugen, dass dies genau der richtige Ort und die richtige Zeit zum Koitus ist zu überleben.

Besonders schön wird das Fest, wenn es die ersten drei Tage durchgehend regnet und dann aus der Freifläche im Wald eine Schlammwüste mit Inseln für Zelte geworden ist.

Wenn man allerdings vorgibt, für einen dänischen Radiosender zu “arbeiten” oder Papa einen von Beck’s kennt oder man einfach die richtigen Freunde hat, kann man sein fahrbares Eigenheim auf einem abgesperrten weiträumigen Feld abstellen, auf dem es sogar richtige Toiletten und Duschen gibt. Auch wenn man zweitere eher nicht braucht. Zudem bekommt man dann noch ein schickes grünes Armband, mit dem man in einem sogenannten “VIP-Zelt” günstiger Beck’sBier kaufen kann und sich mit Glück und Geschick an der Absperrung vorbei vor oder sogar auf die Bühne mogeln kann. Hat natürlich keiner gemacht, könnte man aber. Dort darf man dazu noch anderen unwichtigen Leuten auf die Nerven gehen, man ist ja eigentlich ein ganz normaler Festivalbesucher, sprich betrunken, und hat eben durch einen glücklichen Umstand so ein schönes Armband. Das finden die anderen grünen Armbänder ganz ganz toll.

Trotzdem kriegt man noch eine Menge vom wirklich großartigen Line-Up der Bands mit. Meine persönlichen Highlights (liegt allerdings auch an meinem Musikgeschmack): Fanta 4, Beastie Boys, Queens Of The Stone Age, Bloc Party (auch wenn dort die Technik einiges versaut hat), Me First And The Gimme Gimmes und natürlich Deichkind, die das ganze so dermaßen würdig zu Ende brachten, dass einem Pearl Jam völlig egal war. Respekt, diese Show war der Hammer!

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Natürlich sind auch einige Fotos und ein Video entstanden, aber das muss nun nicht unbedingt alles an die Öffentlichkeit. Es gibt doch hier oder hier viel mehr zu sehenlachen.

Im nächsten Jahr nehme ich noch dies(vielleicht in einer anderen Farbe) und das mit und dann fehlt wirklich nichts mehr.
Vielen Dank an dieser Stelle an meine Mitreisenden, in deren Namen ich mich…. (derjenige weiß bescheid)

Ach ja, und Christian, zu deiner Beruhigung: andere haben auch Fotos mit Elton gemacht.