Archive for November, 2007

umzüge

Ihr werdet es ja vielleicht schon bemerkt haben. blogsen.de ist umgezogen (Nein, man muss jetzt nichts “anderes oben in dieses Kästchen eingeben”. Hmm, wem das wohl galt?). Gezwungenermaßen. Denn es war einfach nicht mehr zu ertragen, welch beschissenen schlechten Service mein alter Provider strato mir geboten hat (Ihr sucht einen Provider? Geht bloß nicht zu denen!). Nicht nur, dass es von Anfang an unglaublich war wie langsam die Seite geladen wurde (wird Euch ja auch nicht entgangen sein), es wurde auch auf meine wiederholten Anfragen diesbezüglich einfach nicht reagiert. Und wenn ich erst 3 Tage (in Worten: drei!!!) auf eine Antwort warten muss und diese dann lautet “Es handelt sich hierbei um kurzzeitige, temporäre Performanceeinschränkungen beim Zugriff auf den Datenbankserver. Unser Rechenzentrum ist bereits informiert. Bitte haben Sie etwas Geduld, bis der Fehler lokalisiert und behoben ist.” und ich Idiot daraufhin sogar noch erbetene Geduld aufbringe, dann ist irgendwann mal Schluss. Und da ich auch sonst mit einigen Dingen nicht einverstanden war, wusste ich das Laufzeitende meines Vertrags zum Wechsel zu nutzen. Nun liegt der ganze sogenannte Content auf einem Server in den Staaten, die Domain ist ebenfalls zu einem anderen Anbieter umgezogen und alle sind glücklich. Naja, strato vielleicht nicht. Aber die haben es auch nicht anders verdient. Nach meiner Kündigung haben sie doch tatsächlich noch versucht, mich mit scheinheiligen “Treueangeboten” zum Bleiben zu bewegen. Verstehe gar nicht, wie die dazu kommen, mit ihrem hervorragenden Service zu werben. Die Konsequenz aus der ganzen Angelegenheit ist auch ein kleines Update der Seite gewesen: Fortan gibt es keine Kategorien mehr, sondern tags (siehe rechts oben), die aber letztlich die gleiche Funktion erfüllen. Ich habe die Links ein wenig sortiert und auf den neuesten Stand gebracht und auch am Photoplugin arbeite ich noch. Vorerst funktioniert leider der Link zum RSS-Feed nicht richtig (zumindest bei mir), bis ich dieses Problem behoben habe, muss ich diejenigen bitten, die diesen Service nutzen, diesem Direktlink zu folgen und ihre Bookmarks zu aktualisieren. Es wird noch ein wenig dauern bis alles in gewünschtem Maße und Qualität vorhanden ist, denn Zeit habe ich für diesen ganzen Quatsch im Moment eigentlich gar keine.

Umgezogen bin ich auch auf anderer “medialer” Ebene. Aufgewachsen als Siemens-Kind und groß geworden mit SonyEricsson ist gestern eine neue Ära Mobiltelefon angebrochen. Nachdem ich es satt hatte, dass der Joystick meines Telefons in regelmäßigen Abständen nur noch dann reagierte, wenn ihm danach war und telefonieren in meiner Wohnung praktisch nur am Fenster stehend möglich war, bin ich auf Nokia umgestiegen. Mein Anbieter tauschte nach zwei langfristig dann doch erfolglosen Reparaturen mein Gerät anstandslos gegen ein neues UMTS-fähiges Nokia aus (hier kann ich also mal eine positive Empfehlung aussprechen: O2). Mal schauen, wie ich damit so klar komme. Bisher läuft alles nach Wunsch.

football’s staying home!

Hey, you guys from this pretty island anywhere in the North Sea:

Don’t be sad!

Even if you would have qualified, have you ever made it any further than to the 1/4-finals? Ah, yes, I remember. 1996. Wasn’t that in wembley as well?

It ain’t bad to have one single goalie among 50 million people.

gender studies

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Dieses Dogma der modernen Politik taucht nahezu täglich als Diskussionsgegenstand auf. Überall bemüht man sich - zumindest nach außen - durch Gesetze oder Richtlinien oder sonstige bindenden Bestimmungen dem allgegenwärtigen Verlangen danach gerecht zu werden. Dass dies weder gesetzlich vollends geschafft wurde, noch - oder besser geschweige denn - Realität geworden ist, wird sich wohl jeder vernünftige Mensch (und hier ist das Geschlecht tatsächlich egal) eingestehen müssen. Nun will ich jetzt hier nicht den Moralischen mimen und den status quo mit meinen Lösungsvorschlägen zu verbessern suchen. Vielmehr ist es mir anhand zweier kleiner Erlebnisse wieder in Erinnerung gerufen worden, warum dem so ist. Der Grund ist so simpel wie offensichtlich:

Männer und Frauen sind verschieden!

Letzte Woche Freitag Vormittag besuchte ich ein bekanntes Warenhaus am Herrmannplatz in Kreuzberg. Ich tat dies in Vorbereitung zu erwartenden Besuchs, dem ich nur das Beste an Speis und Trank zu servieren geplant hatte. Das ist dann einer der Momente, in denen man die hervorragende Lebensmittelabteilung des besagten Kaufhauses konsultiert. Denn dort kann man sich immer recht sicher sein, dass man bekommt, nach was es einen gelüstet. So war es auch diesmal. Als ich also - wie es meine Art ist - ein wenig gedankenverloren an diesem Vormittag durch das Geschäft schlenderte, kurze Pausen an Fleischtheke oder Kasse einlegte, fiel mir nach einer Weile etwas auf. Ich liess meinen Blick noch einmal durch den Laden schweifen und fand mein Gefühl bestätigt. Nicht nur, dass ich der einzige nicht dort arbeitende Mensch meines Alters war, ich war auch nahezu der einzige männliche Besucher des Hauses. Mit anderen Worten: Freitag Vormittag sind dort nur alte Frauen am Shoppen! Das ist in diesem Fall sicherlich nicht allein auf die Verschiedenheit der Geschlechter zurückzuführen, sondern hat auch und gerade mit der nach wie vor konservativen Rollenverteilung in Familien und der Lage des Warenhauses unter soziokulturellen Gesichtspunkten zu tun. Dennoch fand ich es bemerkenswert.

Ein anderes Indiz für obige These fiel mir neulich in der Bibliothek auf. Gern sitzt man ja vor seinen Büchern und Zetteln und lässt seinen Gedanken ein wenig mehr Freiheit als für ambitionierte Examenskandidaten gut ist - insbesondere wenn man es mal wieder mit so spannenden Themen wie den Gefahrtragungsregeln beim Werkvertrag zu tun hat. So landet mein Blick auf den sich auf ihrem Tisch befindlichen Sachen meiner Nachbarin, die gerade abwesend ist. Wahrscheinlich macht sie ihrer neuen StudiVZ-Gruppe alle Ehre und ist “auf dem Weg in die Bibliothek im Café hängengeblieben”. Ich schaue zurück auf meinen Teil des Tisches, wieder auf ihren. Irgendwie ist meiner zwar auch voll, aber nicht so. Also vergleiche ich mal - rein gedanklich - ihre Utensilien mit meinen. Ergebnis:

wir beide:

  • Aufzeichnungen in Zettel- oder Heftform
  • Gesetz
  • Kommentar
  • Karteikarten
  • Flasche Wasser

Ich:

  • Stift
  • Textmarker

Sie:

  • 2 Stifte
  • 2 Textmarker (selbstverständlich in verschiedenen Farben)
  • Lineal
  • Taschentücher
  • Kaugummis
  • Tipp-Ex-Band
  • Ohropax
  • Handcreme
  • Federtasche
  • Lippenstift

Einer weiteren Kommentierung bedarf dieses Erlebnis wohl nicht.