Archive for December, 2007

letzter abend vor 2008

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Bild via Terry Rodgers

Weihnachten ist vorbei. Abgesehen vom Tannenbaum (der bleibt in protestantischen Kreisen traditionsgemäß bis zum 6. Januar stehen) ist auch alles, was an das Fest erinnert weitestgehend verschwunden. Auch der Kater. Die arbeitende Bevölkerung geht derzeit wieder ihrer beruflichen Tätigkeit nach, der Rest macht ohnehin nie etwas anderes. Aber alle bereiten sich mehr oder weniger auf eine der meist schlechtesten manchmal auch besten wichtigsten Partys des Jahres vor. In diesem Jahr wird eines definitiv ausfallen bei mir und das ist eine große Feier in den eigenen vier Wänden. Nach den beiden letzten Jahren und der aktuellen Situation ist das einfach nicht drin. Daher also die Frage: Wohin führt einen der Weg am letzten Abend des Jahres? Für Berlin habe ich mich schon entschieden, irgendwelche Vorschläge von Euch bezüglich einer konkreten Location? Wer nicht in Berlin feiert, was macht Ihr so?

heilig abend

Euch allen auf diesem Wege:

Frohe Weihnachten!

Bleibt mir gewogen, bis die Tage.

greunen kohl

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Wie stimmt man sich als Norddeutscher am besten darauf ein, schwer kommerzielle “Weihnachtsmärkte” vor Ruinen hinter sich zu lassen und den Weg in die Heimat anzutreten?

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Mit einem schwer traditionellen Grünkohl-Essen und den obligatorischen Kaltgetränken dazu natürlich. So geschehen gestern. Zwar konnte der türkische Verkäufer im Supermarkt die riesigen Säcke Grünzeug thematisch nicht einordnen, aber das muss er auch nicht, schließlich kennen Grünkohl viele Süddeutsche nicht einmal.

Es folgen hoffentlich entspannte Tage in der schleswig-holsteinischen Tiefebene.

stettinski

Gepeinigt von Touristen, die zu ganz schlechter Musik vor der Bibliothek ihr Berlin-Erlebnis in Form von Eislaufen feiern, sucht man nach Möglichkeiten, die letzten Tage bis Weihnachten sinnvoll zu überbrücken. Abhilfe schaffen kann in solchen Situationen immer ein Ortswechsel. Ein Ausflug. Zum Beispiel nach Polen, in unserem Fall nach Stettin (oder korrekt: Szczecin). So kann man sich nämlich gleichzeitig noch ein Bild vom aktuellen Status des ersten EM-Gegners machen.

Wenn man sich von Kreuzberg aus mit dem Auto in Richtung Stettin aufmacht, kann ich die zunächst nahe liegende Ausfahrt aus imgp2818.JPGder Stadt übers Adlergestell nicht empfehlen. Ist nämlich eigentlich genau die falsche Richtung. Wenn man das dann in Altglienicke endlich auch merkt, sollte man schleunigst nach Norden abdrehen. Irgendwann schafft es aber auch der größte Depp, den richtigen Weg zu finden und landet - ob über die Autobahn direkt oder wie wir über einige unaussprechliche Vororte - letzten Endes in der Innenstadt von Stettin.

Stettin hat enorme +Punkte: man kann sich ein 4*-Hotel leisten, weil es das Gleiche kostet wie andernorts eine Jugendherberge; man kann aus gleichem Grund auch in die besten Restaurants der Stadt gehen; man kann danach zum Kuchen essen mitten im Zentrum im 22. Stockwerk eines Turms sitzen und über die nächtliche Stadt schauen (Café 22, sehr zu empfehlen, nicht nur wegen der wirklich hervorragenden Auswahl an Kuchen, z.B. die Tort Szwarzwaldzki(kein Scherz!), die beste ist aber die Tort Kajmakowy, sondern oder auch gerade wegen der sehr feierfreundlichen Öffnungszeiten, am Wochenende bis Mitternacht); man könnte kann sich in Kneipen betrinken; man kann weiterziehen in Jazzclubs und dort weiter trinken; man kann später einkehren in einen Club, der Rockmusik spielen soll, diesen muss man allerdings anhand der Beschreibung der Stettiner Studenten erstmal finden; man kann dann irgendwann ins Hotel zurückgehen, sich ausschlafen und den nächsten Tag mit einer Runde im Pool und einer weiteren im Jacuzzi beginnen; man kann sich an einem herrlichen Wintertag die Stadt erstmals bei Tageslicht betrachten und das übliche Sightseeingprogramm absolvieren; man kann nach einem kurzen Einkaufsbummel im Galaxy-Einkaufszentrum und einem letzten Stück Kuchen über der Stadt die Heimfahrt antreten und sich auf die abendliche Feier zurück in Berlin freuen.

Von -Punkten würde ich jetzt nicht sprechen, eher von kleinen Schönheitsfehlern, die gibt es dort aber: 4*-Hotel ist nicht gleich 4*-Hotel; man lebt in Polen zwar vergleichsweise günstig, wenn man richtig “auf die Kacke haut”, macht sich das hinterher aber sehr wohl finanziell bemerkbar; sogenannte Hamburger bestehen aus einem smteddy1.jpgFladenbrot mit zwei Frikadellen Buletten, ordentlich Krautsalat, sehr vielen sauren Gurken und noch mehr Sauce darin, das kommt gar nicht gut, wenn man sich auf einen Hamburger freut; so schön die Architektur der Stadt auch ist, man kommt nicht umhin zu bemerken, dass auch dort die Zeit im Ostblock ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen hat; man kann sich nur verständigen, wenn der/die Angesprochene Deutsch oder Englisch versteht (das liegt natürlich nicht an der Stadt, sondern daran, dass man einfach kein Polnisch versteht, geschweige denn sprechen kann); ohne eine präzise Karte findet man sich nur bedingt zurecht, Straßen oder Beschilderung kann man das jedenfalls nicht überall nennen.

Fotos vom Trip wie immer erstmal bei flickr, die persönlichen auch wie immer nur für Friends. Wohin auch immer Euer Weg Euch führen mag, ein Mal vor Weihnachten ‘raus der Stadt oder der sonst gewohnten Umgebung zu kommen, kann jedenfalls nicht schaden.

geburtstag

Genau ein Jahr ist es heute her, dass ich an alle potentiell Interessierten aus meinem Adressbuch eine E-Mail schickte, um sie von diesem meinem neuen Blog in Kenntnis zu setzen. Inzwischen kann blogsen.de (inklusive diesem) auf 84 Posts und 56 Kommentare zurückblicken. Die Seite wurde - je nachdem welchem meiner Statistikanbieter man folgt, ich habe einen Mittelwert gebildet - um die 4.000 mal aufgerufen. Das ist in Anbetracht der Tatsache, dass die Seite außer dieser E-Mail damals kaum von mir aktiv publiziert wurde, ein recht ordentlicher Wert. Publikationsaktivitäten und Leserinteresse sind allerdings sicher noch steigerungsfähig und daran wird auch nach meinem Examen gearbeitet. Insbesondere dürfte es dann wieder mehr und regelmäßigere Posts geben. An Geschichten, die erzählt werden können, mangelt es in meinem Kopf jedenfalls nicht. Heute bedanke ich mich aber erstmal für das rege Interesse und feiere das Einjährige.

ausgelost

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Na, damit können wir doch leben.

Obwohl ich mir ja irgendwie schon Italien oder die Türken gewünscht hätte.