Archive for July, 2008

LLOOOOYYYD!!!

Just habe ich die letzte bisher erschienene Folge Entourage gesehen. Und war traurig. Traurig, weil ich erstmal nicht weitergucken kann.

In der Serie geht es um einen Schauspieler (Vincent Chase), dessen zwei beste Freunde aus Schulzeiten (Eric und Turtle), seinen Bruder (Johnny “Drama”) und seinen Agenten (Ari Gold) sowie alle anderen Leute, die noch so um einen Hollywood-Star herum leben. Diese Mischung gepaart mit einem hervorragenden Drehbuch macht einfach Spaß. Zwar hinkt der Vergleich mit dem wahren Leben des Producers der Serie (Mark Wahlberg), aber das will ja auch keiner sehen. Die Weisheiten des Johnny Drama und die Wut- oder Freudenausbrüche des Ari Gold lege ich aber wirklich jedem von Euch ans Herz. Und spätestens in der zweiten Staffel versteht Ihr dann auch meine Überschrift und ebenso, warum ich neuerdings ein “Viking Quest” T-Shirt anziehen würde.

Victory!!!

Ari Gold wie er leidet leibt und lebt:

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it’s all gone!

Es fällt mir immer noch schwer, darüber zu sprechen, in diesem Fall zu schreiben. Auch, wenn es schon geraume Zeit her ist, dass wir völlig zu Recht das Finale der Fussball-Europameisterschaft verloren haben wir leider leider einen schlechten Tag hatten am 29. Juni 2008. Für viele von Euch mag das Anlass zum Ärger genug gewesen sein, für mich war es noch ein wenig schlimmer, möchte ich behaupten. Aber von Anfang an:

Die EM lief super für mich, ich hatte nur bedingt komplizierte Aufgaben zu erledigen und konnte mich so voll auf das Wesentliche konzentrieren. Fussball und Wien. So nach und nach stellte sich heraus, dass ich auch endlich einmal mein vollmundiges Versprechen wahr machen konnte und beim Tippspiel langsam aber sicher den Weg an die Spitze erklimmen konnte. Dazu gehört ein wenig Fußballsachverstand und vor allem eine Menge Glück. Und davon hatte ich genug. Nicht nur, dass ich in der Vorrunde beispielsweise das 4:1 der Spanier gegen Russland exakt vorhersagte, auch ein 4:2 im Elfmeterschießen derselben gegen Italien hatte mir irgendwer ins Ohr geflüstert. Somit war nach dem Halbfinale klar, dass ich zwei der fünf Tippspiele, bei denen ich stets die gleichen Tipps eintrug, egal bei welchem Ausgang des Endspiels bereits sicher gewonnen hatte. Aber dann stellte ich etwas ganz Erstaunliches fest. Neben den eher privaten Tipprunden trug ich auch stets bei zwei großen öffentlichen meine Vorhersagen ein. Natürlich ohne ernsthaft mit einem Gewinn zu rechnen. Das änderte sich aber spätestens als ich feststellte, dass ich auch beim FAZ-Tippspiel vor dem Finale in führender Position lag. Ich musste also nur das Ergebnis des Spiels richtig tippen und ein Auto würde mir gehören. Bei richtiger Tendenz waren die Chancen auf einen dicken Fernseher immer noch hervorragend. Was also tippt man? Auf Spanien? Nein, das brachte ich nicht übers Herz! Also auf Deutschland. Ich war auch fest von einem Sieg überzeugt, im Vorfeld hatte man außer gegen Portugal zwar nie überzeugen können, aber das ist ja meist so, wenn man ein Turnier gewinnt. Zudem vertraute ich auf den Willen der deutschen Spieler, der eben auch spielentscheidend hätte sein können. Können. Denn davon, dass irgendwer im deutschen Trikot dieses Spiel unbedingt hat gewinnen wollen, konnte ich selbst mit meinem bierseligen euphorisierten Blick nichts entdecken. Somit war ich wohl derjenige, der - in Anbetracht meiner Situation - trotz des miserbalen Spiels am meisten an unsere Jungs geglaubt hat. Umsonst. Und da viele andere bei der FAZ-Tipprunde ihre Chance im Tipp auf Spanien suchten, ging ich natürlich komplett leer aus.

Alles nicht so schlimm. Hätte mir vor der EM jemand gesagt “Hey, Du gewinnst knapp 500 Euro und eine Flasche Edelschnaps!”, ich hätte mich gefreut. Nachdem ich die Chance auf knapp 20.000 Euro hatte, allerdings eher ein Trostpflaster. Aber immerhin. Man fängt also an zu überlegen, was man so macht mit seinem Gewinn. Klar, man muss sein Konto ein wenig auf Vordermann bringen, aber man will sich ja auch etwas gönnen. Aber was? Nachdem ich eine gute Woche im Netz am Suchen war, kam mir Dienstag die entscheidende Idee.

Dies allerdings unfreiwillig. Montag Abend wollte ich mich bei einem Essen von meinem Besuch aus Amsterdam/Puerto Rico/San Francisco verabschieden. Ein paar Pils und um Mitternacht irgendwas zum Anstoßen auf den Geburtstag einer der Damen. Dann nach Hause. So war zumindest der Plan. Aber wie es eben immer so ist mit solchen Plänen, sie funktionieren nie! Ein Wort gibt das andere, der Gastgeber stellt zehn verschiedene Sorten Wodka auf den Tisch, von denen alle probiert und die beste geleert werden sollte. Der Abend endete in der Roten Rose in Kreuzberg, Erinnerungen verschwimmen, um 5h kehrt man heim. So weit, so gut. Bis ich am nächsten Morgen feststellte, dass es meiner Tasche im Taxi oder der Kneipe so gut gefallen haben musste, dass sie gleich dageblieben ist. Inklusive Kamera, Pullover, Portemonnaie (ja, natürlich mit allem darin: 2 ec-Karten, VISA-Karte, Perso, Semesterticket, Führerschein, BahnCard etc.). Vielleicht ist sie auch sonstwo, jedenfalls aber nicht bei mir. Weder in der Kneipe, noch beim Taxiunternehmen konnte ich etwas erreichen. Sollte sich also nicht ein ehrlicher Finder auftun, der mir wenigstens einen Teil der Sachen zurückbringt (und dafür selbstverständlich belohnt wird), ist wohl klar, wohin mein Gewinn geht. An Bezirksämter, Banken, Führerscheinstellen, Taschen- und Kamerahersteller vermutlich. Sollte irgendwem jemand mit dieser Tasche auffallen (in schwarz, innnen gelbe Plane, davon gibt es in Deutschland nur sehr wenige), fragt ihn/sie mal, wo er/sie diese denn her hat. Ich geb’ dann ‘n Führerschein aus. Danke.