New York City I

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Ich beginne am Anfang meiner Reise in Berlin Tegel. Der - soweit ich weiss - einzige Direktflug am Tag nach NYC soll meiner sein. In freudiger Erwartung und mit einem kleinen Abschiedsschmerz (immerhin bin ich einige Wochen unterwegs) steige ich ins Flugzeug. Der Flug ist nicht weiter spektakulaer, die Filme sind allesamt schlecht, um mich herum sitzen nur Polen und v.a. Sachsen, denen auch wirklich gar nichts peinlich ist. Und das acht Stunden lang.

In JFK wartet dann die erste kleinere Huerde, die Einreisbehoerde der USA und der Zoll. Einreise ist kein Problem, erst der Mann beim Zoll wundert sich, wie ich einen ganzen Monat lang mit meinem kleinen Rucksack ueberleben will. In dem Moment wundert’s mich ehrlich gesagt auch. Aber ich bin sicher, auf dem Rueckflug habe ich mehr Gepaeck.

Queens

Ich nehme den AirTrain bis Jamaica Station und mache mich von dort zu Fuss auf den Weg zu meinem ersten Hostel. Ich hatte mir das vorher mal bei googlemaps angeschaut und bisher kam ich auch immer ganz gut zurecht mit meinem Orientierungssinn und der Erinnerung an die Karte im Kopf. Das war diesmal auch nur insofern anders, als ich nicht wusste, in welche Richtung ich gehen musste, es gibt naemlich fast nirgendwo Stadtplaene in den Stationen. Nach kurzen Gespraechen mit Kassierern im Supermarkt, einem Securitymenschen und zwei Polizisten, von denen keiner von der Strasse, in der mein Hostel sein sollte, auch nur jemals gehoert haben wollte, fand ich es dann schliesslich alleine. Mein Gefuehl hatte mich auch diesmal nicht getrogen.

Das Hostel und die anderen Gaeste waren locker, es gibt hier sogar einen kleinen Garten und jeder macht sein eigenes Ding. Das ist ja auch genau mein Ding. Das beste an dem Hostel aus meiner Sicht als Entourage-Fan ist allerdings die Naehe zum Queens Boulevard. Den marschiere ich dann abends einmal entlang. Relativ langweilig das Ganze, aber was tut man nicht alles als Fan? Bis auf den von langer Hand geplanten Kauf meiner neuen wasserdichten und stossfesten Kamera passiert auch nichts Aufregendes mehr.
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Den zweiten Tag nutze ich dazu, mir einen Ueberblick ueber New York City zu verschaffen. Die Metro zum Central Park braucht von Queens schon gut 40 Minuten, dann laufe ich alles Moegliche ab. Upper Manhattan, Lower Manhattan, ueber die Brooklyn Bridge nach Brooklyn und wieder zurueck. Times Square, Penn Station, Broadway. Abends esse ich ziemlich schlechte aber billige Pasta in Little Italy und steige erschoepft in mein Hochbett in Queens.

Queens ist - so sehe ich das - besser als sein Ruf. Es ist natuerlich nicht die grosse Weltstadt, die man unter New York versteht. Das ist ausschliesslich Manhattan. Es ist eben ein einfaches Wohnviertel fuer einfache Leute. Es gibt mehr Schwarze, Hispanics und Asiaten als andernorts, das ist auch alles.

Fotos

Hostel

Harlem

Nach der zweiten Nacht in NY ziehe ich mangels freier Kapazitaeten und um auch noch einmal etwas anderes zu sehen, um nach Harlem. Wieder ein Hostel, diesmal alles perfekt organisiert, dafuer nicht so entspannt. Ginge auch gar nicht bei der Groesse. Gekostet hat’s allerdings nur die Haelfte von dem anderen Laden und man ist schon fast in Manhattan.

Die naechsten zwei Tage laufe ich die meiste Zeit durch Manhattan, gucke mir dies und das an und bleibe immer wieder in SoHo oder TriBeCa haengen. Dort ist es einfach am besten. Midtown und Upper Manhattan sind auch schoen, aber langweilig. Teuer ist es ohnehin ueberall (fuer amerikanische Verhaeltnisse).

Ich entdecke viele kleine feine Laeden, Bars, Cafes, Orte und Plaetze, die ich sicherlich in ein paar Wochen wieder besuche, dann vielleicht mal mehr zu einigen speziellen. Ich treffe das erste bekannte Gesicht in Person von Partyspass B., deren Zeit in NYC gerade erst beginnt und die ich auch spaeter wieder treffen werde. Interessant fuer mich ist noch, was man denn so in NYC fuer eine Wohnung bekommt, wenn man 1.500 $ monatlich auf den Tisch legt. Eine Freundin von B. zeigt uns ihr WG-Zimmer. Hmm, schon schoenere Wohnungen gesehen, aber so schlimm ist es auch nicht. Und wenn man auf ein Fenster und eine Tuer zum Wohnbereich verzichten mag, kriegt man das sogar fuer 1.300 $. Ausserdem wohnt man im Nachbarhaus von einem gewissen Tom C. und seiner Frau Katie H., ob das nun gut ist, weiss ich auch nicht. Gut ist jedoch eines in jedem Fall: man ist in New York!

Meine Bleibe in Harlem ist im Endeffekt okay. Harlem ist immer noch zu ca. 98% black, aber Angst braucht man auch dort nicht zu haben. Die Jahre, in denen man sich dort vorsehen musste, sind vorbei.

Fotos

Hostel

Gluecklicherweise ist das erst der erste Teil meiner New York Story. Ich bin noch lange nicht fertig mit der Stadt. Wenn man das denn ueberhaupt irgendwann sein kann …

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