Detroit, MI

Detroit, Motor City. Next stop. Keiner konnte so richtig verstehen, warum ich da hin wollte. Nun ja, irgendwie lag es auf dem Weg nach Chicago, es ist die Wiege der elektronischen Musik, es ist eine große Stadt. 

Shit! Ich weiß inzwischen selbst nicht mehr, warum das unbedingt sein musste. Vielleicht, um zwei Erkenntnisse zu gewinnen:

1. Greyhound-Busse sind gar nicht soo billig und es fahren relativ viele Unsympathen mit. Insbesondere bei einer Nachtfahrt von Buffalo über Cleveland nach Detroit. Außerdem ist der Sitz hinten in der Mitte nicht der beste, weil man Platz für seine Beine hat, es ist - im wahrsten Sinne des Wortes - der beschissenste, weil er direkt neben dem Klo ist. Thema durch.

2. Hotels sollte man nicht nur deshalb auswählen, weil sie einen Pool haben. Es könnte dann nämlich sein, dass der Rest ziemlich mies ist und sie ungefähr 20 Meilen außerhalb von Downtown Detroit liegen.

 

Detroit ist relativ häßlich, wohl auch relativ gefährlich (hab ich nicht gemerkt, aber ich bin ja auch selbst relativ gefährlich), hat ein gutes Baseball-Team und ein noch besseres Hockey-Team. Man findet nicht in wenigen Stunden raus, wo der beste Techno-Laden ist, insbesondere dann nicht, wenn man 2,5h in die Stadt braucht (der Concierge im Hotel hat mich angeguckt als hätte ich nach einer Zeitmaschine verlangt, als ich nach den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fragte) und die nächsten 2,5h wieder mal beim Baseball verbringt (Detroit Tigers vs. Kansas City Royals). Und wenn man dann noch mal 3,5h für den Weg zurück ins Hotel braucht, weil man zwar mit dem Bus einigermaßen in die Richtung kommt, aber dann natürlich von dort nichts mehr fährt und an einer Schnellstraße nachts auch kein Taxi zu bekommen ist. Waren ja nur fünf Meilen.

 

Immerhin war Detroit Jazz Festival. Und ich hatte `n Pool.

 

Fotos

 

Hotel (mit Pool)

3 Responses to “Detroit, MI”


  1. 1 sabine

    Bleiben Sie halt zu Hause, dann gibt es nichts zu meckern. Das hat mehrere Vorteile. Sie brauchen dann keine teuren Greyhoundtickets zu kaufen. Die Unsympathischen brauchen Sie nicht einzuladen bzw. koennen Sie vor die Tuer setzen, sollten sich diese unerwarterterweise als solche entpuppen. Klo, oder Hochdeutsch Toilette, kein Thema, ich gehe davon aus, dass Sie das irgengwie unter Kontrolle haben. Pool hin oder her, man lebt nicht in der Pampa! Zu viel laufen, schadet den Gelenken. Sind Sie doch froh, dass kein Taxi angehalten hat. Das haette ja noooch mehr gekostet als das ohnehin schon sooo teure Greyhound-Ticket. Haben Sie nicht auch eine Badewanne? Tipp: 29 Grad Wassertemperatur, schliessen Sie die Augen und stellen sich vor Sie sind in der Karibik (statt so weit weg von Detroit)… und Ihre langen Beine sind umzingelt von Verona Feldbusch und noch ein paar netten Blondinen. Natuerlich ohne den schmierigen Franjo. Den Pleitegeier brauchen wir nun wirklich nicht. Das hat mehrere Vorteile: es gibt keine Haie, Tsunamis sind relativ unwahrschein und die Traumfrauen widersprechen nicht. Nun ja, und Sportsendungen gibts ja zu genuege auch im Fernsehen. Schade, dass Sie das Jazz-Festival verpasst haben. Last not least, Zeitmaschinen gibts noch nicht, csrpe diem! Und alles ist umweltvertraeglich.
    Weiterhin gute Reise Sabine

  2. 2 momme

    Liebe Sabine,

    ich werde mich sicherlich nicht einem solchen Unsinn gegenüber rechtfertigen. Vielleicht aber ein kleiner Hinweis meinerseits: Lies doch einfach nicht mehr hier mit. Das hätte folgende Vorteile:
    1. Du müsstest dich nicht wundern über anderer Leute Ansichten.
    2. Mein Blog bliebe von orthographisch und inhaltlich fragwürdigen Kommentaren verschont.
    Grüße aus Phoenix, AZ

    Momme

  3. 3 ???

    Nimm es ihr nicht uebel.
    Die Anonymitaet des Internets bringt solche Gestalten hervor.
    Und im Grunde beneidet sie Dich, da sie selbst nur in der Badewanne liegt und von Franjo und diet coke traeumt.

    Schoene Reise die du da machst.
    Hat mich an meinen Schueleraustausch vor 8 Jahren erinnert.
    Da waren Seattle und Chicago die Stationen.
    Noch ganz viel Spass.

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