Archive for the 'Zeitgeist' Category

new york op platt

So sehr ich mich über das deutsche Fernsehen aufrege, so sehr versöhnt es einen auch manchmal. Selten, aber manchmal. So geschehen am Donnerstag Abend im NDR Fernsehen. Ohne darauf zu achten, lief die Tagesschau (im Dritten) nebenbei und danach begann sogleich eine Sendung im Rahmen der “Plattdeutschen Woche” des NDR. Im Augenwinkel sah ich einen schwarzen Mann und eine blonde Frau vor der typischen New York-Kulisse (Broadway) stehen. Nicht weiter außergewöhnlich und eigentlich - läge die Fernbedienung nicht außer Reichweite - Zeit zum Um- oder Abschalten. Dann aber wurde ich stutzig. Denn der Schwarze snackt platt. Seine blonde Kollegin ist nur des Hochdeutschen mächtig und kommt uncool ‘rüber, aber er hat’s drauf. Es ist eine Sendung der Reihe “Länder, Menschen, Abenteur”, die über die Föhrer(!!!) Community in New York berichtet. In dieser Stadt gibt es mehr Föhrer als auf der Insel selbst. Und die werden von Yared Dibaba (so heißt der Kollege) in schönstem Platt interviewt. Man erfährt ihre Lebensgeschichten und mehr darüber, was in New York auch nicht anders funktioniert als in Boldixum oder Oevenum.

Ich jedenfalls habe mich sehr darüber gefreut und eine Dreiviertelstunde großen Spaß gehabt. Auf der Suche nach einem Wiederholungstermin der Sendung bin ich vorerst nicht fündig geworden, werde aber beizeiten mal beim NDR anfragen, ob eine Aufzeichnung irgendwo zu bekommen ist (wenigstens der Trailer ist aber online abrufbar). Zumal ja auch in meinem Freundeskreis ehemalige Bewohner der Insel sind und meine Eltern dort lange eine Wohnung besaßen, in der auch ich oft meine Sommer verbracht habe.

miss simpsons

Damn! Manchmal wünscht man sich doch, in den Staaten zu leben. Da kommt am Wochenende eine limited edition Simpsons VANS auf den Markt (insgesamt 1400 Stück), von der man überall lesen kann. Und zwei Wochen später dann noch der Film. Aber den kann man ja auch hier sehen.

Gut, dass ich dann im Urlaub bin.

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about this city

Wenn einem selbst nichts einfällt, glänzt man mit Zitaten. Das möchte ich heute tun. Alle haben mehr oder weniger mit Berlin zu tun. Doch auch für Nicht-Hauptstädter lohnt sich das Weiterlesen, denn in allen steckt eine gute Portion Wahrheit.

Ich fange an mit einem Satz, den ich mal als Postkarte von Freunden geschenkt bekam:

Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!
Anneliese Bödecker

Frau Bödecker, über die man (zumindest im Netz) nicht all zu viel erfährt, hat es damit irgendwie schon vor langer Zeit auf den Punkt gebracht. Interessant für mich ist noch, dass ich besagte Postkarte zu einem Zeitpunkt bekam, als ich der einzige Berlin-Bewohner in meinem Freundeskreis war, mittlerweile wohnen die Menschen, die sie mir damals schenkten selbst alle hier. Oder trügt mich meine Erinnerung?
Das zweite Statement stammt aus der letzten Ausgabe der zitty. Auf der letzten Seite findet sich eine Beurteilung der Berliner Situation als auswärtiger Fußballliebhaber, die ich so unterschreiben würde:

Als zugezogener Fußballfan ist man grundsätzlich gewillt, dem Verein seiner Wahlheimat die Daumen zu drücken. Grundsätzlich, aber nicht bedingungslos. In Berlin macht einem seit Jahr und Tag der ortsansässige Bundesliga-Verein mit seinem Langweilerfußball dieses Ansinnen geradezu unmöglich. Und jetzt auch noch das: Nach einer selbst für Hertha-Verhältnisse deprimierenden Saison, für die man den per Volksabstimmung verordneten Zwangsabstieg im Regelwerk des DFB einführen sollte, muss mit Zecke Neuendorf der einzige Spieler den Verein verlassen, der das Wappen auf der Brust mit Freude getragen hat. Besonders bitter: Die Voraussetzungen für guten Fußball sind in Berlin alles andere als schlecht - die Jugendarbeit ist vorbildlich (die A- und B-Jugend schaffte es im letzten Jahr ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft), und wohin sowas führen kann, sieht man gerade beim VfB Stuttgart. Wie man so etwas in den Sand setzt, sieht man bei Hertha. Die Jugend flieht aus der Stadt und zieht, wie im Fall Ashkan Dejagah, selbst einen Wechsel zur grauesten Maus der Liga vor: zum VfL Wolfsburg. Ein Trauerspiel. Fortsetzung folgt - garantiert.
Falko Müller

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Zuletzt dann noch der Hinweis, dass sich auch die deutsche Ausgabe des VICE Mag mit der Stadt auseinandersetzt. Und zwar nicht nur mit vielen Geschichten oder Modestrecken oder sonst’was in den regulären Heften (kein Wunder, da hier wohl auch die Redaktion ist), sondern jetzt auch als VICE Guide. Hier ist der VICE Guide to Berlin als download.

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safari für alle

Ich hatte ja eigentlich schon jetzt mit der Vorstellung eines 12″ MacBook Pro mit Flash-Speicher gerechnet. Nun gibt es Safari für alle, auch für Windows. Ist PR-technisch sicher ‘ne gute Idee. Ich persönlich bin aber auch mit der Version 3.0 dieses Browsers immer noch nicht vollends zufrieden. Einige Dinge funktionieren immer noch nicht so wie man es sich wünscht. Wen es dennoch interessiert, hier kann man sich die Keynote ansehen.

männerurlaub

Wollte man unseren Schweden-Trip in einem Wort beschreiben, würde es das wohl am besten treffen. Ich denke, wir könnten uns an jedem Flecken der Erde treffen und würden doch stets das Gleiche tun. Es sei denn, dort wo wir uns treffen, ist das unter Strafe gestellt.
Eine Reise nach Schweden lohnt sich immer, ich habe es kein einziges Mal bereut, wenn ich dort gewesen bin. Alles ist so entspannt. Das Faszinierendste jedoch an diesem Land sind die vielen schönen Frauen ist, dass mir von Ankunft bis Abflug nicht ein Mensch begegnet ist, der unfreundlich oder nicht unglaublich hilfsbereit gewesen ist. Ganz zu schweigen davon, dass alle Englisch sprechen, von der Kassiererin im Supermarkt bis zu den Gamer-Nerds im Sony-Shop Stockholm: ALLE!

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Dazu dann ein Tag Stockholm, eine Stadt absolut am Puls der Zeit, wunderbar malerisch gelegen. Ich kenne keine andere europäische Großstadt, die so nett am Wasser liegt (jaja, viele Städte liegen am Wasser, aber eben nicht so). Wir haben zwar ob der knapp bemessenen Zeit nicht viel sehen können (und dann noch der innere Konflikt mit dem an diesem Tag stattfindenden Fußballspiel), aber einen Eindruck konnte man in jedem Fall gewinnen.

Weitere Highlights der Reise:

  • ein Konzert in einem Studentenclub, in dem wir als Mittzwanziger wohl die ältesten Menschen waren. Kein Wunder, wenn es kein Bier gibt (Hallo? Konzert! Studentenclub! Kein Bier? Ihr könnt Euch unsere Gesichter vorstellen, als man uns dies ernsthaft an der Bar mitteilte).
  • ein Ausflug auf die Driving Range Linköping, meine erste Golf-Erfahrung. Macht Spaß.
  • die erste Nacht in einem Club in Linköping. Nicht der Laden selbst war bemerkenswert, eher durchschnittlich, sondern die Hinfahrt. Da wir zu fünft waren, brauchten wir ein größeres Taxi. Das bestellten wir dann auch. Was kam? Eine Limousine! In Linköping gibt es wohl ein Großraumtaxi, das eben eine Limousine ist. Und auch das fährt regulär. Dass dieses Vergnügen uns zuteil wurde, kann ja gar kein Zufall sein. Wären wir nicht vorher schon arrogant gewesen, so sind wir es spätestens bei unserer Ankunft vor dem Club geworden.

Fotos gibt es auf meinem flickr-Account zu sehen (für die wirklich schönen Bilder müsstet Ihr allerdings meine Freunde werden:) bzw. auf meiner photo-Seite, wenn ich herausgefunden habe, warum sie momentan nicht funktioniert.

full metal village

“Joa, wer drei Schachteln am Tag schaffen will, der muss früh anfangen!”

Wer noch nicht davon gehört hat: Dokumentarfilm einer koreanischen Regisseurin über das WackenOpenAir. Es geht ganz und gar nicht getreu dem Motto “Alle Spacken fahr’n nach Wacken!” um die Menschen, die nicht nur ein verlängertes Wochenende im Sommer, sondern auch den Rest des Jahres in der schleswig-holsteinischen Provinz verbringen. Was machen die eigentlich, wenn ihr Dörfchen mal nicht von zigtausenden Metallern überfallen wird?

Tolle Bilder, gelungene Schnitte und ein authentisches Bild der norddeutschen Peripherie lassen das dokumetarische Werk zu einem Unterhaltungsmoment großer Klasse werden. Wer mich fragt, dem kann ich nur sagen: Jeder Norddeutsche oder derjenige, der sich zumindest von einer Affinität zum Norden nicht ganz frei sprechen kann, muss diesen Film sehen. Nicht unbedingt im Kino. Aber sehen! Es war übrigens das erste Mal in meinem Leben, dass die Leute im Kino während des Abspanns geklatscht haben. Zaghaft, aber hörbar. Und wem das immer noch nicht Argument genug ist, hier der Trailer:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

blogplan

Blogs all over the world! Wer sich dafür interessiert, wo in seiner Nähe gebloggt wird, der kann das für Deutschland (die größeren Städte, z.B. Berlin, Hamburg) auf blogplan.de tun. Spannend, was da alles so round the corner verzapft wird.

rundumblick

Heute nur Empfehlungen:

Medium: www.youtube.com
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hühner

Zwei Neuigkeiten, die eigentlich gar nicht so neu sind:

wii want it all

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com