Tag Archive for 'hamburg'

männerabend

Was machen Männer am letzten freien Abend, bevor es für einen von ihnen für einen Monat – sagen wir mal nach Mexiko – geht? Gut, sie tauschen die Fotos von ihrem letzten Trip nach Schweden aus. Plausibel. Heutzutage geschieht das ja nicht mehr mittels der Übergabe von Negativen oder Bildabzügen in kleinen Tüten von Schlecker, nein, man schiebt einfach auf dem Computer Dateien hin und her.

Dass dabei ein Windows-PC manchmal nicht der beste Freund des Menschen ist, ist ja bekannt. Kein Grund zur Panik also, wenn beim ersten Starten die Maus nicht funktioniert. Könnte ja an der Maus liegen. Wenn auch umstecken und Mauswechsel nicht helfen, schiebt man die Schuld erstmal auf die USB-Anschlüsse. Wenn dann allerdings erst das Betriebssystem nicht mehr startet und später nicht einmal mehr die kleine LED-Lampe vorn am Gehäuse leuchtet, es dazu noch leicht verbrannt aus dem Inneren riecht, denkt man über Alternativlösungen nach.
Da die Koffer für den Mexiko-Trip des Computerbesitzers bereits weitestgehend gepackt sind, mutet die Idee hervorragend an, doch jetzt mal den Rechner auseinander zu nehmen. Schließlich ist man ja jetzt – nach dem Genuss einiger Bierchen – vor vorschnellem Handeln gefeit. Und man neigt ja erst recht nicht zum Übermut in solchen Situationen. Und Computer reparieren kann man sowieso im Schlaf, hat man ja schon tausend Mal gemacht. Freundlicherweise gesellt sich auch der Mitbewohner mit guten Ratschlägen und neuem Bier dazu.
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Netzteil ausbauen – sauber machen - wieder einbauen – alten Computer auseinander nehmen – dessen Netzteil begutachten – Idee verwerfen – Netzteil erneut ausbauen – noch mal saubermachen - …
Ich hatte zwar viel Spaß, aber irgendwann keine Lust mehr, mir das aussichtslose Unterfangen mit anzusehen. Ca. eine halbe Stunde nach dem Aufbruch beim „PC-Doktor Eilbek“ klingelt mein Handy. Hatte der Freak es doch tatsächlich geschafft, seinen Rechner wieder zum Laufen zu bringen. Sein eigener Kommentar dazu: Es gibt doch noch Wunder!
Allerdings.

An dieser Stelle dann mal Grüße nach Mexiko: Ich weiß, dass Du das liest!

blogplan

Blogs all over the world! Wer sich dafür interessiert, wo in seiner Nähe gebloggt wird, der kann das für Deutschland (die größeren Städte, z.B. Berlin, Hamburg) auf blogplan.de tun. Spannend, was da alles so round the corner verzapft wird.

handballfans rücken zusammen

Welch Freude überkam mich doch heute morgen als ich meine Jacke anzog, um in die Bibliothek zu fahren. Dieser liebliche Geruch nach Bier direkt vor meinem Gesicht hätte mich normalerweise gestört, erinnerte er mich nicht an diesen fantastischen Abend gestern. Nach einer wieder einmal unbequemen Fahrt mit einer Mitfahrgelegenheit - man sollte aber einfach auch nicht mit Typen mitfahren, die André heißen, BWL studieren, einen Peugeot Kombi fahren, diesen mit fünf Mann voll machen, zwölf Euro nach Hamburg nehmen, denken das sei Ökonomie und einen dann in Billwerder ‘rauslassen - stand gestern der primäre Grund meines Besuchs hier an. Als Besitzer einer Karte für das Halbfinale der Handball-WM zwischen Polen und Dänemark wollte man dennoch erstmal das Spiel der deutschen Mannschaft sehen. Als Location hierfür wurde die Sport-Kneipe (was für ein Wort eigentlich?) “Hunger & Durst” direkt am S-Bahnhof Stellingen auserkoren. Dort sollte auf einigen Fernsehern das Spiel laufen. Der Wirt holte ob seiner zahlreichen Kunden sogar die Gartenstühle nach drinnen und so war der ganze Laden ziemlich voll mit Stühlen und Leuten. Gegen Anfang der zweiten Halbzeit fingen plötzlich alle Fernseher an zu streiken. Trotz intensiver Bemühungen des vollbärtigen bemützten Chefs war über DVB-T einfach kein ZDF mehr zu bekommen (und komischerweise wirklich nur kein ZDF). Aber eines der Fernsehgeräte konnte ja über den Kabel- oder Satellitenanschluß weiter bedient werden. Also wurde nicht lange verhandelt, alle Leute stellten die Stühle weg und rückten stehenderweise so zusammen, dass eben jeder halbwegs einen Blick auf das Gerät hatte. Dazu musste sogar der Raum hinter der Bar genutzt werden. Schätzungsweise 100 Leute standen nun biertrinkenderweise vor, an und hinter der Bar und verfolgten dieses große Handballspiel zwischen Deutschland und Frankreich. Dass Andy und ich dabei dann auch noch einen alten Weggefährten aus Schulzeiten trafen, belustigte uns umso mehr. Wie die allgemeine Stimmung war, brauche ich wohl keinem erzählen, der das Spiel gesehen hat. Wer es nicht gesehen hat, tut mir nur leid. Jedenfalls war es durch diese Zufälligkeiten wieder fast wie zu WM 2006 Zeiten und der Wirt holte seine DigiCam heraus und fotografierte den Spass, weil er meinte, es würde ihm keiner glauben, was da los war. Wirklich. Da ich für irgendjemanden nachmittags noch eingesprungen war, um in der ColorLineArena Flyer zu verteilen und somit den Eintritt umsonst bekam, konnte ich nach dem deutschen Spiel noch meine Eintrittskarte an eine nette Dänin verkaufen und habe auch finanziell von dem Tag profitiert. Dass bei dem nicht minder spannenden Spiel zwischen Dänemark und Polen dann meine Jacke ein kleines Bierbad genommen hat, konnte meine Stimmung nicht trüben. Eben auch heute morgen nicht.

Da habe ich dann die Bibliothek der Hamburger Juristen aufgesucht. Architektonisch gelungen, gut zum Arbeiten, also sehr angenehm. Überhaupt immer wieder angenehm hier in Hamburg.

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Sonntag um 16.30h wird aber wieder in Berlin geguckt. Handball-WM-Finale. Bin offen für jeglichen Orts-Vorschlag, Sport-Kneipen bevorzugt.