Tag Archive for 'heimat'

bannig kommodig!

UPDATE: De fofftig Penns nicht nur mit neuer Website, sondern auch heute Abend LIVE im Kaffe Burger

Nun bin ich ja sicherlich nicht der musikaffinste Typ auf diesem Planeten. Dennoch habe auch ich etwas, was man entfernt als Musikgeschmack bezeichnen könnte. Und wenn man eben diesen einen ganzen Abend hätte bedienen wollen, würde man das ziemlich genau so machen wie die Veranstalter des Stadtfestes Oldenburg. In Oldenburg, falls es da Mißverständnisse geben sollte. Dort verschlug es mich durch die Biographie meines Freunds und Mitbewohners kürzlich hin. Uns war vorher nicht ganz klar, wer oder was genau uns dort erwartete (zumindest, was das Line-Up angeht - was uns sonst so erwartete, war ziemlich klar). Einzig Der Tante Renate hörte sich auf myspace schon so an, als könnte es uns gefallen. Dass der Protagonist Teil meiner pre-feierei Combo Bratze ist, wusste ich bis dato nicht. War also gut. Aber dem Regen und unserer Katerstimmung vom Vorabend in Oldenburg vermochten vor allem drei sehr nette Jungs aus Bremen zu trotzen. Electro-HipHop mit plattdeutschen Texten nennen sie ihre Art von Musik. Geht’s noch geiler? Klar, man kann das nämlich auch als “plattdüütsch-antrasht vull-up-de-twölf elektro-hiphop-geschranz” bezeichnen.
Medium: www.youtube.com
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De fofftig penns (myspace) gehören deshalb ab sofort zu meinen Lieblingsbands. Und wie es der Zufall so wollte, hab’ ich die Boys ein Wochenende später in Berlin wieder getroffen. Der Tante Renate war nämlich hier. Un da kanns ja mol’n Beer supen gohn, so up’n Sünndag Avend. Hew ick mi dacht…

greunen kohl

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Wie stimmt man sich als Norddeutscher am besten darauf ein, schwer kommerzielle “Weihnachtsmärkte” vor Ruinen hinter sich zu lassen und den Weg in die Heimat anzutreten?

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Mit einem schwer traditionellen Grünkohl-Essen und den obligatorischen Kaltgetränken dazu natürlich. So geschehen gestern. Zwar konnte der türkische Verkäufer im Supermarkt die riesigen Säcke Grünzeug thematisch nicht einordnen, aber das muss er auch nicht, schließlich kennen Grünkohl viele Süddeutsche nicht einmal.

Es folgen hoffentlich entspannte Tage in der schleswig-holsteinischen Tiefebene.

new york op platt

So sehr ich mich über das deutsche Fernsehen aufrege, so sehr versöhnt es einen auch manchmal. Selten, aber manchmal. So geschehen am Donnerstag Abend im NDR Fernsehen. Ohne darauf zu achten, lief die Tagesschau (im Dritten) nebenbei und danach begann sogleich eine Sendung im Rahmen der “Plattdeutschen Woche” des NDR. Im Augenwinkel sah ich einen schwarzen Mann und eine blonde Frau vor der typischen New York-Kulisse (Broadway) stehen. Nicht weiter außergewöhnlich und eigentlich - läge die Fernbedienung nicht außer Reichweite - Zeit zum Um- oder Abschalten. Dann aber wurde ich stutzig. Denn der Schwarze snackt platt. Seine blonde Kollegin ist nur des Hochdeutschen mächtig und kommt uncool ‘rüber, aber er hat’s drauf. Es ist eine Sendung der Reihe “Länder, Menschen, Abenteur”, die über die Föhrer(!!!) Community in New York berichtet. In dieser Stadt gibt es mehr Föhrer als auf der Insel selbst. Und die werden von Yared Dibaba (so heißt der Kollege) in schönstem Platt interviewt. Man erfährt ihre Lebensgeschichten und mehr darüber, was in New York auch nicht anders funktioniert als in Boldixum oder Oevenum.

Ich jedenfalls habe mich sehr darüber gefreut und eine Dreiviertelstunde großen Spaß gehabt. Auf der Suche nach einem Wiederholungstermin der Sendung bin ich vorerst nicht fündig geworden, werde aber beizeiten mal beim NDR anfragen, ob eine Aufzeichnung irgendwo zu bekommen ist (wenigstens der Trailer ist aber online abrufbar). Zumal ja auch in meinem Freundeskreis ehemalige Bewohner der Insel sind und meine Eltern dort lange eine Wohnung besaßen, in der auch ich oft meine Sommer verbracht habe.

lieblingsplätze im sommer

Zurück in Deutschland. Und zwar richtig: Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Schleswig-Holstein. So richtig zum wieder Eingewöhnen. Bleibe dann erstmal dort, wo es bei dem Wetter am schönsten ist: ganz oben im Norden! Und genieße das, was man eben so macht in der Heimat: Hecke schneiden bei Muttern, Haus streichen bei Vatern, aber auch frühstücken und grillen im Garten oder beim Brötchen holen die Segelschiffe auf der Ostsee bewundern. Oder mich mit dem Rechner auf die Terrasse setzen. Und doch dauert es noch bis ich wirklich wieder in der Online-Welt angekommen bin.

Hier has’se aber auch die Ruhe wech!

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Bild via

heimfahrer 2.0

back in berlin. Ab heute in Vorbereitung für den Jahreswechsel. Kann allen anderen Heimfahrern nur die Lektüre dieses Beitrags ans Herz legen. Vielleicht erkennt der ein oder andere Parallelen, wenn er den Namen seiner Heimatstadt einsetzt. Sehr amüsant.

Bon Nadel!

Was auch immer man von diesem Fest halten mag, zumindest Kinder macht es ja doch immer wieder glücklich. Und wenn man das dann selbst als Weihnachtsmann bei der Nachbarstochter miterlebt, erkennt man wenigstens in dem Moment einen Sinn. Der Weihnachtsmannbezirk Mittelholstein gilt damit als abgehakt.
In diesem Sinne allen frohe Weihnachten, macht Euch ein paar entspannte Tage! Silvester wird hart!

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heimfahrer

Wenn schon am Kollwitzplatz Plakate hängen, auf denen - doch ein wenig boshaft beleidigt ob der vielen Prenzl’berg-Schwaben - allen Weihnachtsheimfahrern eine gute Reise gewünscht wird, dann muss man sich erst recht als solcher outen. Nun bin ich also in meiner Heimat. Gekommen bin ich mit einem treuen Überlandbummelzug, dessen Fahrgast ich schon seit Jahren nicht mehr war. Dieses Verkehrsmittel hält wirklich für jeden Bauernhof einmal an und wenn sich die Türen zum Ein- bzw. Ausstieg öffnen, duftet es unwiderstehlich nach Dung. Heimat eben.