Tag Archive for 'humor'

telekommuniziert nicht

Ich musste schon ein wenig schmunzeln als ich gestern vom Netzausfall bei der Telekom gelesen habe. Mitleid mit den Betroffenen habe ich herzlich wenig. Klar, es ist schon ein wenig ärgerlich, wenn man mal einen Nachmittag sein Handy nicht benutzen kann. Gerade unterwegs. Aber es sollte doch jedem möglich sein, sich auch ohne Mobiltelefon am Leben zu erhalten. Es fällt zwar kaum jemandem auf, aber es gibt noch eine Menge Münzfernsprecher. Die alte Schule hilft manchmal im web 2.0 Zeitalter.
Die eigentliche Katastrophe an der Meldung von gestern ist für mich aber eine andere: Knapp 40 Millionen Kunden hat T-Mobile! Und ich glaube nicht, dass die alle wegen des iPhones da sind. Wie überzeugend die Argumente der Telekom (”Die höheren Preise bei uns rechtfertigen sich durch den besseren Service gegenüber den anderen Anbietern.”, “Bei uns bekommen sie nicht nur eine schnelle, sondern vor allem eine stabile Leitung.”) sind, haben wir ja alle gestern gesehen. Wer also diesem Quatsch immer noch Glauben schenkt, der hat es auch nicht anders verdient.

Rechtschreibung

Who the hell needs this stuff called ‘Rechtschreibung’, when you can express yourself that eloquent?

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LLOOOOYYYD!!!

Just habe ich die letzte bisher erschienene Folge Entourage gesehen. Und war traurig. Traurig, weil ich erstmal nicht weitergucken kann.

In der Serie geht es um einen Schauspieler (Vincent Chase), dessen zwei beste Freunde aus Schulzeiten (Eric und Turtle), seinen Bruder (Johnny “Drama”) und seinen Agenten (Ari Gold) sowie alle anderen Leute, die noch so um einen Hollywood-Star herum leben. Diese Mischung gepaart mit einem hervorragenden Drehbuch macht einfach Spaß. Zwar hinkt der Vergleich mit dem wahren Leben des Producers der Serie (Mark Wahlberg), aber das will ja auch keiner sehen. Die Weisheiten des Johnny Drama und die Wut- oder Freudenausbrüche des Ari Gold lege ich aber wirklich jedem von Euch ans Herz. Und spätestens in der zweiten Staffel versteht Ihr dann auch meine Überschrift und ebenso, warum ich neuerdings ein “Viking Quest” T-Shirt anziehen würde.

Victory!!!

Ari Gold wie er leidet leibt und lebt:

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buuuh!

Keiner ruft mehr “Buh!”. Dabei ist das so ein schöner Passus. Buh-Rufe hallten durch das weite Rund. Hört sich doch gut an. Ich habe jedenfalls mal ein Buh:

Die letzte Bastion guten Geschmacks im deutschen Fernsehen soll fallen. Zumindest teilweise. Es ist mir völlig unverständlich wie Harald Schmidt auf die Idee gekommen ist, Oliver Pocher in seiner Show zu platzieren. Ich habe gar nichts gegen Oli Pocher, sein neuer Film soll ja tatsächlich gut sein, nur ist dessen stets die Konfrontation suchender Humor auf zu niedrigem Niveau, um dort zu fruchten. Zwar kann man Schmidt nicht frei davon sprechen, sich auch an eben diesem subtilen Sticheln ergötzen zu können, jedoch tut er das in der Champions League und Pocher eben (noch) in der Oberliga Nordrhein. Andere vergleichen den geplanten Einstieg Pochers mit ALDI-Brause im Champagner-Regal. Angeblich soll die Idee von Schmidt persönlich stammen. Komisch, hat doch Pocher (mit Ausnahme seines neuen Films) noch rein gar nichts Vernünftiges zu Wege gebracht. Vielleicht wirklich nur persönliche Sympathie. Andererseits muss man auch sehen, dass Manuel Andrack immer schlechter wird und es vielleicht an einem neuen “Deppen” mangelt, der die Vorlagen liefert.

Dann noch etwas aus der Kategorie “unnützes Wissen”: Es ist ja kein Geheimmnis, dass am Samstag der letzte Bundesligaspieltag scholl_kegeln.JPGund damit das letzte Spiel von Mehmet Scholl stattfindet. Der ewig junge Alte (der auch Nichtfußballern aus Lammbock bekannt sein sollte) beendet seine Karriere dann noch mit einem Abschiedsspiel mit den wirklich ganz großen unserer Zeit. Soweit nichts Neues. Was aber kaum einer wissen wird: Scholl hat vor seiner Karriere professionell gekegelt. Ja, so richtig mit “Alle Neune!” und so. In der B-Jugend gewann er sogar mal die deutsche Vizemeisterschaft bis ihn Knieprobleme zum Aufhören zwangen. Nun steigt er in der ersten Mannschaft des FC Bayern in der Bezirksliga wieder ein. Na dann: “Gut Holz!”

full metal village

“Joa, wer drei Schachteln am Tag schaffen will, der muss früh anfangen!”

Wer noch nicht davon gehört hat: Dokumentarfilm einer koreanischen Regisseurin über das WackenOpenAir. Es geht ganz und gar nicht getreu dem Motto “Alle Spacken fahr’n nach Wacken!” um die Menschen, die nicht nur ein verlängertes Wochenende im Sommer, sondern auch den Rest des Jahres in der schleswig-holsteinischen Provinz verbringen. Was machen die eigentlich, wenn ihr Dörfchen mal nicht von zigtausenden Metallern überfallen wird?

Tolle Bilder, gelungene Schnitte und ein authentisches Bild der norddeutschen Peripherie lassen das dokumetarische Werk zu einem Unterhaltungsmoment großer Klasse werden. Wer mich fragt, dem kann ich nur sagen: Jeder Norddeutsche oder derjenige, der sich zumindest von einer Affinität zum Norden nicht ganz frei sprechen kann, muss diesen Film sehen. Nicht unbedingt im Kino. Aber sehen! Es war übrigens das erste Mal in meinem Leben, dass die Leute im Kino während des Abspanns geklatscht haben. Zaghaft, aber hörbar. Und wem das immer noch nicht Argument genug ist, hier der Trailer:

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ohne worte!

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to all bbq addicts

Wie soll das nur weitergehen? Wer soll sich denn bei dem Wetter konzentrieren? Und es ist doch erst der Anfang des Sommers. Nun, lernen soll man ja angeblich auch im Park können. Mal ausprobieren.

An sich sind die Zeiten aber gut. Zwar habe ich (bisher) keine Karten für die EM 2008 bekommen (die nächste Bestellrunde kommt bestimmt), aber das Leben könnte schlimmer sein. Berlin ist sogar so schön, dass ich auf die hypothetische Möglichkeit verzichte, meinen Vater davon zu überzeugen, dass ich die Karte fürs Handball Champions League Finale in Kiel mehr brauche als er. Außerdem:

  • Endlich habe ich mal einen portablen Grill entdeckt, der auch Stil hat. Gibt es zwar meines Wissens vorerst nur in England zu kaufen, aber immerhin. Wer also noch nichts für mich zu Ostern Pfingsten Himmelfahrt respektive Vatertag hat, bitte:

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(via hypediss)

was man so macht im urlaub

Offensichtlich nicht bloggen. Die Vorgabe, endlich mal all das zu tun, was man sonst nicht schafft, konnte ich nicht erfüllen. Zwar konnten einige „erledigt“-Haken gemacht werden, zufrieden bin ich mal wieder nicht. Die angenehmen Dinge des Lebens (z.B. Fisch essen mit Opa am Meer, Champions League mal in Hamburg gucken, Grillen auf der …) haben meinen Urlaub dennoch einen solchen werden lassen. Und selbstverständlich konnte ich auch die ein oder andere Minute im Netz verbringen. Dabei bin ich auf allerlei Interessantes gestoßen:

In der sogenannten Blogosphäre war Thema Nr.1 sicher die re:publica, die erste größere Bloggermesse in Berlin. Es ist auffallend, dass man in allen Berichten (sei es von Seiten der Blogger oder den herkömmlichen Medien) immer wieder auf die gleichen Gesichter und Namen stößt. Da zeigt sich leider, dass die potentielle Möglichkeit der unendlichen Meinungsvielfalt real sehr begrenzt ist. Ich persönlich halte es allerdings auch nicht für all zu schwierig, sich in dieser Szene einen Namen zu machen. Und letztendlich ist die Selektion zwischen argem Schwachsinn, intelligentem Journalismus und gutem Entertainment auch bei den traditionellen Medien stets vom Konsumenten vorzunehmen.

Wenn ich gerade von dieser Selektion spreche, so ist sicherlich dieser homosexuelle junge Mann hart an der Grenze zwischen Entertainment und Schwachsinn, das aber konsequent und deshalb wohl schon in der B-Prominenz der ordinären Medien angekommen. Ich wünsche ihm, dass er sich seinen Lebenstraum erfüllen kann und ein wenig frischen Wind als Co-Host in „The View“ bringt.
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Habt ihr Euch auch schon immer gefragt, wie diese riesigen Mosaikbilder zustande kommen, die man immer als ein großes Foto zusammengesetzt aus ganz ganz vielen kleinen sieht? Mit dieser Seite wird wirklich jeder zum Mosaikaner.

Seit längerem suche ich eine vernünftige Hülle für meinen iPod, Kreative können sich diese selbst basteln, ich bestelle wohl doch lieber ein vom Profi designtes Exemplar. Noch jemand Interesse? Würde die Sache günstiger machen.

ein lächeln

Heute ist ein guter Tag. Bisher zumindest. Einige kleine Momente zauberten immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht.
Es begann in Grunewald. Weniger Zeit als ich gedacht hatte, kostete mich der Abschluss der (fast) finalen Fassung meiner letzten Hausarbeit als Student. Als ich den Rechner im Raum mit der arbeitsrechtlichen Literatur in der rechtswissenschaftlichen Bibliothek der FU Berlin zuklappte und noch einen letzten Blick auf die Tische und Gesichter der anderen dort warf, konnte ich mir zum ersten Mal an diesem Tag das “nach-oben-Ziehen” der Mundwinkel nicht verkneifen. Wusste ich doch von den Tagen davor, dass diese “Kollegen” noch den Rest des Tages hier verbringen würden und ich wahrscheinlich nicht all zu bald überhaupt einen Fuß in diesen Laden setzen würde. Dafür ist die HU einfach attraktiver, da näher und “mehr” Bibliothek.
Von diesem Glücksmoment erheitert und gutlaunig in der U-Bahn nach Hause dann der nächste kleine große Moment. Das Gespräch eines Kreuzberger (Studenten und) Hundebesitzers (Ausstieg Hallesches Tor) mit dem mittzwanziger gestylten Türken (Ausstieg Kottbusser Tor) machte den Anfang. Der kleine Junge mit der Gitarre und das ältere, aber immer noch junge Mädchen mit der wunderschönen Stimme setzten ihn fort. Die kannte ich noch nicht (man kennt ja mittlerweile die Berliner Bahnmusikanten und Zeitungsverkäufer) und ausnahmsweise gab es auch von mir Kleingeld (würde man jedem, der fragt, etwas geben, wäre man selbst pleite).
Der vorläufige Höhepunkt war aber die Wand des Getränkehändlers in meiner Straße. Wie oft habe ich mich über die Unfreundlichkeit der dort arbeitenden Personen aufgeregt (besonders die Frau, Besipiel: “hamse keen kasten, denn nimm wa die flaschen ooch nich!” - danke, wofür gibt es denn getränkemärkte?). Und das hatte wohl auch schon jemand anderes, der seinen Unmut an der Wand neben dem Eingang des Marktes kund tat. Dieses Bild löste nicht nur ein Lächeln aus, bis zu meiner Haustür musste ich herzlich lachen.

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Dann wollen wir mal hoffen, dass die Verspätung meines Zuges das einzige Minus heute bleibt.

fertisch mit fan sein

Dass ich keine Zeit im Netz verbringe, kann ich zwar nicht behaupten, dennoch war wohl entweder die Muße oder der Anlass für einen Post einfach nicht vorhanden. Und auch jetzt sind es wieder nur Tipps, ein best of der letzten Tage im Netz, das ich mitteilen möchte.

  • Das ehrliche Bekenntnis der kleinen Angie zu ihrem “Fantum” von Tokio Hotel hat ja schon seit langem die Runde durchs Netz gemacht, mittlerweile hat sogar Harald Schmidt Wind davon bekommen. Und das obwohl er sich ja stets ein wenig solchen Pseudotrends verschließt. Bis es eben manchmal nicht mehr anders geht. So weit ist es schon gekommen in der wwWelt. An Angies Situation hat sich jedoch einiges geändert. Sie ist nämlich gar kein Tokio Hotel Fan mehr.
  • Und wenn ich schon gerade beim Thema Harald Schmidt bin: Die Sendung gestern (21.3.2007) war eine der größten seiner ARD-Zeit. Das anfängliche Geplänkel, das Abarbeiten des von seinen Gag-Scheibern verzapften Unsinns liess einen Schluss auf die spätere Hochform des Meisters und seines Gastes nicht zu. Mit anderen Worten: der Beginn war - wie leider oft in letzter Zeit - scheiße. Was dann allerdings kam, ließ einen schnell vergessen. Zu Gast war nämlich der scheidende Intendant des WDR Fritz Pleitgen, der zudem noch Geburtstag hatte. Und zusammen feierten sich dort zwei wirkliche Größen des deutschen Fernsehens. Dass darunter (fast) alle anderen Fernsehmacher zu leiden hatten, machte das Ganze nur noch amüsanter. Wer also die Möglichkeit hat, noch die Wiederholung zu sehen, sollte dies tun (z.B. Freitag, 23.3. 24h bzw. Sa., 24.3. 0h auf Bayern3).
  • Und dann noch etwas völlig Anderes. Wer schon immer das Schreiben mit zehn Fingern lernen wollte (so geht es mir jedenfalls), kann das jetzt online tun. Hier.