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bannig kommodig!

UPDATE: De fofftig Penns nicht nur mit neuer Website, sondern auch heute Abend LIVE im Kaffe Burger

Nun bin ich ja sicherlich nicht der musikaffinste Typ auf diesem Planeten. Dennoch habe auch ich etwas, was man entfernt als Musikgeschmack bezeichnen könnte. Und wenn man eben diesen einen ganzen Abend hätte bedienen wollen, würde man das ziemlich genau so machen wie die Veranstalter des Stadtfestes Oldenburg. In Oldenburg, falls es da Mißverständnisse geben sollte. Dort verschlug es mich durch die Biographie meines Freunds und Mitbewohners kürzlich hin. Uns war vorher nicht ganz klar, wer oder was genau uns dort erwartete (zumindest, was das Line-Up angeht - was uns sonst so erwartete, war ziemlich klar). Einzig Der Tante Renate hörte sich auf myspace schon so an, als könnte es uns gefallen. Dass der Protagonist Teil meiner pre-feierei Combo Bratze ist, wusste ich bis dato nicht. War also gut. Aber dem Regen und unserer Katerstimmung vom Vorabend in Oldenburg vermochten vor allem drei sehr nette Jungs aus Bremen zu trotzen. Electro-HipHop mit plattdeutschen Texten nennen sie ihre Art von Musik. Geht’s noch geiler? Klar, man kann das nämlich auch als “plattdüütsch-antrasht vull-up-de-twölf elektro-hiphop-geschranz” bezeichnen.
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De fofftig penns (myspace) gehören deshalb ab sofort zu meinen Lieblingsbands. Und wie es der Zufall so wollte, hab’ ich die Boys ein Wochenende später in Berlin wieder getroffen. Der Tante Renate war nämlich hier. Un da kanns ja mol’n Beer supen gohn, so up’n Sünndag Avend. Hew ick mi dacht…

it’s all gone!

Es fällt mir immer noch schwer, darüber zu sprechen, in diesem Fall zu schreiben. Auch, wenn es schon geraume Zeit her ist, dass wir völlig zu Recht das Finale der Fussball-Europameisterschaft verloren haben wir leider leider einen schlechten Tag hatten am 29. Juni 2008. Für viele von Euch mag das Anlass zum Ärger genug gewesen sein, für mich war es noch ein wenig schlimmer, möchte ich behaupten. Aber von Anfang an:

Die EM lief super für mich, ich hatte nur bedingt komplizierte Aufgaben zu erledigen und konnte mich so voll auf das Wesentliche konzentrieren. Fussball und Wien. So nach und nach stellte sich heraus, dass ich auch endlich einmal mein vollmundiges Versprechen wahr machen konnte und beim Tippspiel langsam aber sicher den Weg an die Spitze erklimmen konnte. Dazu gehört ein wenig Fußballsachverstand und vor allem eine Menge Glück. Und davon hatte ich genug. Nicht nur, dass ich in der Vorrunde beispielsweise das 4:1 der Spanier gegen Russland exakt vorhersagte, auch ein 4:2 im Elfmeterschießen derselben gegen Italien hatte mir irgendwer ins Ohr geflüstert. Somit war nach dem Halbfinale klar, dass ich zwei der fünf Tippspiele, bei denen ich stets die gleichen Tipps eintrug, egal bei welchem Ausgang des Endspiels bereits sicher gewonnen hatte. Aber dann stellte ich etwas ganz Erstaunliches fest. Neben den eher privaten Tipprunden trug ich auch stets bei zwei großen öffentlichen meine Vorhersagen ein. Natürlich ohne ernsthaft mit einem Gewinn zu rechnen. Das änderte sich aber spätestens als ich feststellte, dass ich auch beim FAZ-Tippspiel vor dem Finale in führender Position lag. Ich musste also nur das Ergebnis des Spiels richtig tippen und ein Auto würde mir gehören. Bei richtiger Tendenz waren die Chancen auf einen dicken Fernseher immer noch hervorragend. Was also tippt man? Auf Spanien? Nein, das brachte ich nicht übers Herz! Also auf Deutschland. Ich war auch fest von einem Sieg überzeugt, im Vorfeld hatte man außer gegen Portugal zwar nie überzeugen können, aber das ist ja meist so, wenn man ein Turnier gewinnt. Zudem vertraute ich auf den Willen der deutschen Spieler, der eben auch spielentscheidend hätte sein können. Können. Denn davon, dass irgendwer im deutschen Trikot dieses Spiel unbedingt hat gewinnen wollen, konnte ich selbst mit meinem bierseligen euphorisierten Blick nichts entdecken. Somit war ich wohl derjenige, der - in Anbetracht meiner Situation - trotz des miserbalen Spiels am meisten an unsere Jungs geglaubt hat. Umsonst. Und da viele andere bei der FAZ-Tipprunde ihre Chance im Tipp auf Spanien suchten, ging ich natürlich komplett leer aus.

Alles nicht so schlimm. Hätte mir vor der EM jemand gesagt “Hey, Du gewinnst knapp 500 Euro und eine Flasche Edelschnaps!”, ich hätte mich gefreut. Nachdem ich die Chance auf knapp 20.000 Euro hatte, allerdings eher ein Trostpflaster. Aber immerhin. Man fängt also an zu überlegen, was man so macht mit seinem Gewinn. Klar, man muss sein Konto ein wenig auf Vordermann bringen, aber man will sich ja auch etwas gönnen. Aber was? Nachdem ich eine gute Woche im Netz am Suchen war, kam mir Dienstag die entscheidende Idee.

Dies allerdings unfreiwillig. Montag Abend wollte ich mich bei einem Essen von meinem Besuch aus Amsterdam/Puerto Rico/San Francisco verabschieden. Ein paar Pils und um Mitternacht irgendwas zum Anstoßen auf den Geburtstag einer der Damen. Dann nach Hause. So war zumindest der Plan. Aber wie es eben immer so ist mit solchen Plänen, sie funktionieren nie! Ein Wort gibt das andere, der Gastgeber stellt zehn verschiedene Sorten Wodka auf den Tisch, von denen alle probiert und die beste geleert werden sollte. Der Abend endete in der Roten Rose in Kreuzberg, Erinnerungen verschwimmen, um 5h kehrt man heim. So weit, so gut. Bis ich am nächsten Morgen feststellte, dass es meiner Tasche im Taxi oder der Kneipe so gut gefallen haben musste, dass sie gleich dageblieben ist. Inklusive Kamera, Pullover, Portemonnaie (ja, natürlich mit allem darin: 2 ec-Karten, VISA-Karte, Perso, Semesterticket, Führerschein, BahnCard etc.). Vielleicht ist sie auch sonstwo, jedenfalls aber nicht bei mir. Weder in der Kneipe, noch beim Taxiunternehmen konnte ich etwas erreichen. Sollte sich also nicht ein ehrlicher Finder auftun, der mir wenigstens einen Teil der Sachen zurückbringt (und dafür selbstverständlich belohnt wird), ist wohl klar, wohin mein Gewinn geht. An Bezirksämter, Banken, Führerscheinstellen, Taschen- und Kamerahersteller vermutlich. Sollte irgendwem jemand mit dieser Tasche auffallen (in schwarz, innnen gelbe Plane, davon gibt es in Deutschland nur sehr wenige), fragt ihn/sie mal, wo er/sie diese denn her hat. Ich geb’ dann ‘n Führerschein aus. Danke.

letzter abend vor 2008

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Bild via Terry Rodgers

Weihnachten ist vorbei. Abgesehen vom Tannenbaum (der bleibt in protestantischen Kreisen traditionsgemäß bis zum 6. Januar stehen) ist auch alles, was an das Fest erinnert weitestgehend verschwunden. Auch der Kater. Die arbeitende Bevölkerung geht derzeit wieder ihrer beruflichen Tätigkeit nach, der Rest macht ohnehin nie etwas anderes. Aber alle bereiten sich mehr oder weniger auf eine der meist schlechtesten manchmal auch besten wichtigsten Partys des Jahres vor. In diesem Jahr wird eines definitiv ausfallen bei mir und das ist eine große Feier in den eigenen vier Wänden. Nach den beiden letzten Jahren und der aktuellen Situation ist das einfach nicht drin. Daher also die Frage: Wohin führt einen der Weg am letzten Abend des Jahres? Für Berlin habe ich mich schon entschieden, irgendwelche Vorschläge von Euch bezüglich einer konkreten Location? Wer nicht in Berlin feiert, was macht Ihr so?

hier am wochenende

Ein Wochenende wie man es nur in Berlin erleben kann. Wo sonst kann man den Freitag Abend in einer Strandbar an der Spree in der Hängematte beginnen? Wo sonst kann man sich Samstag Abend um 21h30 überlegen, dass man noch einkaufen müsste? Wo sonst kann man um 1h30 auf eine Party kommen, die zwei Straßen von daheim entfernt liegt und deren eigentliche Location im Keller nur durch eine Treppe in einem Schrank in der Ecke einer Kneipe zu erreichen ist? Wo sonst kann man Sonntag Abend in einem Schiff in der Spree baden und dabei Live-Jazz hören? Wo sonst geht man dann auf dem Weg zurück nach Hause noch Köfte beim Türken holen?

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fotosynthese

So, auch die Bilder, die ich mit meiner Kamera gemacht wurden, sind online. Hier. Sind eher vorher-nachher-Bilder, die Kamera scheint selbst auch gefeiert zu haben. Es empfiehlt sich also, beim letzten Bild zu beginnen.

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Das Jahr 2006 ist nun dank dieser großartigen Party flyer0607.jpg

endgültig passé. Die Spuren dieser Feierei dank der deutschen Chemieindustrie jetzt auch nahezu vollständig beseitigt. Vielen Dank an all diejenigen, die da waren. Die ersten Fotos findet ihr hier, weitere folgen in den nächsten Tagen.

Ich will mich nicht lange mit nervenden Jahresrückblicken aufhalten. Das muss jeder für sich selbst machen. 2006 ist vorbei, der Sommer mit unserer WM wird uns sicher allen immer in Erinnerung bleiben. Und auch, wenn mangels EM und WM in diesem Sommer wohl keine “Gerald-Asamoah-Bar” besucht werden kann, so steht für mich eines fest: Wenn das Jahr 2007 so entspannt weitergeht wie es angefangen hat, dann kann es nur ein ausgesprochen gutes Jahr werden. Die sogenannten “guten Vorsätze” beschränken sich bei mir ernsthaft auf einen einzigen. Und den kennen alle, die mich in den letzten Monaten gesprochen haben.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Jahr 2007! Bleibt geschmeidig.